Avengers & X-Men: AXIS # 4 (von 4)

AVENGERS & X-MEN: AXIS 4 (VON 4) Mit diesem Heft veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Avengers & X-Men: Axis # 8 und # 9. Wie so oft stellt sich die Frage, ob ein Event, das mit dem marküblichen Getöse angekündigt und gestartet wird, auch erfolgreich beendet werden kann. Und ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich nach dem Lesen des Heftes hin- und hergerissen zwischen „entsetzt“, „enttäuscht“ und „sauer“war .

Es gibt einfach so viele Gründe, warum man Axis verreißen kann, dass es fast schon schwerfällt, eine Reihenfolge zu finden.

Beginne ich mal mit dem Inhalt: Nach der Invertierung werden die X-Men und die Avengers zu Schurken. Konnte man sich also als Leser bei Avengers vs. X-Men noch für ein Team entscheiden, muss man sich zwangsläufig schon damit abfinden, dass das hier nicht möglich ist. Es sei denn, man schafft es, sich mit den Schurken zu identifizieren, die nun die Guten verkörpern und sogar versuchen, die Helden dazu zu bringen, sich eben nicht zu zerfleischen. Dennoch ist die US-Ausgabe # 8 von Kampfszenen geprägt. Es geschieht sonst nicht wirklich viel.

Erschwerend kommt hinzu, dass Brother Voodoo plötzlich aus der Versenkung auftaucht. Er ist also so etwas wie der personifizierte Deus ex Machina. Da der Charakter ohne Hintergrund plötzlich in den Plot eingefügt wird, hat man zwangsläufig das Gefühl, dass Remender einen Charakter mit magischen Fähigkeiten benötigt hat. Da die anderen Charaktere mit magischen Kräften schon belegt sind, hat Remender eben Brother Voodoo aus der Mottenkiste hervorgekramt.

Thor zerlegt in einer der wenig guten Kampfszenen Apocalypse mit Jarnbjorn. Doch dann wird er von Loki weggelockt. Loki kann dann tatsächlich Mjolnir heben, um ihn im nächsten Panel schon wieder fallen lassen zu müssen. Klar, Remender hätte viel Prügel bekommen, wenn Loki Mjolnir behalten hätte, aber hier hat er eine Chance für einen überraschenden Turn liegen lassen.

Positiv ist der Ansatz um die Schurken, die den Ruf der Helden in der Öffentlichkeit retten. Hier flammt das Potential von Axis als Event auf.

Was noch bleibt, ist, dass Sabretooth als neuer Wolverine aufgebaut wird.

Zeichnerisch habe ich auch meine Vorbehalte. Durch den steten Wechsel der Künstler und damit auch der Inker mangelt es an Konsistenz. Vielleicht sollte man entweder Events künftig kürzer halten und dann diese dann durchgehend von einem Zeichner gestalten lassen oder weiter voraus produzieren.

Zweifellos hatte Axis durchaus auch seine Momente, aber das volle Potential konnte nie erschlossen werden. Im Grunde wird es nun Aufgabe der Autoren der Einzelserien den Scherbenhaufen zusammenzufegen, den Remender hinterlassen hat, aber vielleicht war dies auch der Auftrag von Axis. Dann wäre es ja doch noch ein voller Erfolg gewesen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s