Fables # 25: Glücklich bis an ihr Ende

FABLES 25: GLÜCKLICH BIS AN IHR ENDE Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Fables # 141-149. Ohne jede Frage lenkt Willingham seine unglaubliche und atemberaubende Serie auf die Zielgrade. In mehr oder weniger langen bzw. kurzen Episoden beleuchtet Willingham einzelne Charaktere und lässt sie ihren endgültigen Platz bzw. ihre Bestimmung im Fables Universum finden. Freilich kann dies nicht unblutig geschehen.

Es wird im vorliegenden Band also fleißig gestorben. Doch alles dreht sich um die drohende finale Auseinandersetzung zwischen Snow White und Red Rose. Sie bereiten ihre definitive Auseinandersetzung vor. Dabei scheint mal Snow und mal Red Rose die Nase vorn zu haben. Zunächst erscheint es klar, dass Red Rose ihre Auseinandersetzung gewinnen wird, weil sie den Konflikt bewusst sucht und sich entsprechend vorbereitet, während Snow noch den tieferen Sinn hinter einem solchen Kampf sucht.

Dann bereitet sich auch Snow vor und scheint entsprechend zu punkten. Besonders hervorzuheben ist dabei ihr Gespräch mit Cinderella. Doch dann erfährt Red Rose den Grund, warum sie gegeneinander kämpfen müssen. Und genau das könnte ihr den entscheidenden Vorteil bringen. All dies wird noch dadurch kompliziert, dass Bigby zurückgekehrt ist. Wie und in welcher Form ist so essentiell für den Plot, dass ich es nicht an dieser Stelle verraten möchte.

Mit dem vorliegenden Band wird noch einmal klar, wie brillant und meisterhaft durchdacht diese Serie ist. Angesichts der Tatsache, dass noch 2 Bände erscheinen werden, ist es noch zu früh, ein Fazit zu ziehen, aber Willingham beschert uns nun seit nunmehr knapp 10 Jahren eine Serie mit einem völlig ungewöhnlichen Ansatz auf höchstem Niveau. Allein der aktuelle Run ist episch. Dabei dreht sich der Plot immer schneller, was wir zunächst gar nicht bemerken, sondern erst dann, wenn wieder etwas Ungeheuerliches geschieht und wir erst dann feststellen, um in einer bildhaften Märchensprache zu bleiben, dass die Brotkrumen längst von Willingham verstreut wurden.

Fables zementiert auch mit diesem Band den Ruf eine der besten Serien auf dem Markt zu sein und zeigt eindrucksvoll, was Comics heutzutage darstellen können.

Natürlich kann Willingham dies nicht ohne die Unterstützung genialer Zeichner realisieren. Als Speerspitze ist hier Buckingham zu nennen, der dem Fables Universum mit seinem modernen Stil, insbesondere in der Panelarchitektur, ein eigenes und besonderes Gepräge verliehen hat. Immer wieder erstaunlich finde ich die wechselnden Perspektiven auf einzelne Charaktere, die auch oft mit der Stimmung dieses Charakters oder der generellen Aussage des jeweiligen Panels verbunden sind.

Der Titel des Bandes „Glücklich bis an ihr Ende“ ist natürlich Ironie pur, denn glücklich sind die Fables mit Sicherheit zumindest derzeit nicht. Fables ist auch nach wie vor die geniale Serie, die sie von Beginn an war.

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3 Gedanken zu “Fables # 25: Glücklich bis an ihr Ende

  1. Da stimme ich absolut überein. Ein Gesamtfazit behalte ich mir für den nächsten Band vor, der die Abschlussnummer zum Inhalt haben wird. Ziel muss es aber sein, die Serie hier Band für band auch mit den Spin Offs komplett zu rezensieren und so vorzustellen, auch wenn die Serie bereits in 2006 von Panini gestartet wurde. Grüße an Ekki!

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