Superman: Man of Steel (Movie)

Man of Steel Man of Steel Poster 2 by jonesyd1129Mit Man of Steel wird Superman einmal mehr neu gestartet. Diesmal versuchen Christopher Nolan als Drehbuchautor und Zack Snyder als Regisseur dem Mann aus Stahl auf der Leinwand Leben einzuhauchen. Dabei wählen sie einen komplett anderen Ansatz, als wir das bisher gekannt haben. Gleich die Kamerafahrt zu Beginn des Films über die karge Landschaft Kryptons sowie die schwierige Geburt von Kal-El geben den Hinweis, dass es diesmal wesentlich düsterer zugehen wird.

Im weiteren Verlauf erfahren wir, dass Krypton eigentlich alternative Fortpflanzungsmodelle fährt und Kal-El als natürliche Geburt irgendetwas zwischen Wunder und Blasphemie ist. Gleichzeitig werden mit Jor-El und Zod die Gegenspieler eingeführt.

Grundsätzlich finde ich die Einführung auf dem Planeten Krypton etwas zu lang und ausführlich geraten, was eine Schwäche von Zack Snyder ist. Er gibt seinen Zuschauern wenig Luft und Raum, die Lücken selbst zu füllen, sondern zieht es vor, alles haarklein darzulegen. Im weiteren Verlauf des Films stören dann auch die Szenen, die Rückbezug auf die Ereignisse auf Krypton nehmen, die ja ohnehin schon ausführlich geschildert wurden.

Henry-Cavill-in-Man-of-SteelJor-El wird von Russel Crowe gespielt und natürlich lässt man solch einen Superstar nach der Anfangssequenz nicht so einfach abtreten. Seine weiteren gelungenen Auftritte hat er als Hologramm.

Man Of Steel-0001-20130603-175.jpg Der irdische Vater wird von Kevin Costner gespielt, der aus seiner Rolle mehr macht als eigentlich in ihr steckt. Er warnt Clark immer wieder und buchstäblich mit letzter Konsequenz davor, der Welt seine Kräfte zu zeigen. Er ist der Meinung, dass die Welt noch nicht weit genug dafür ist. Ich hätte Costner durchaus noch ein paar Momente mehr gegönnt.

Diese Vorgabe wird überholt, als General Zod auf der Erde erscheint und sie in ein zweites Krypton verwandeln will. Hier stellt sich natürlich die Frage, warum sich denn schon wieder alles um Terraforming drehen muss. Das hatten wir doch schon in „Superman Returns“, auch wenn die Motive hinter dem Terraforming wie auch das gewünschte Resultat völlig andere sind.

Zod ist das, was ein Schurke sein muss. Skrupellos verfolgt er seine Ziele und scheut auch nicht vor Mord zurück.

Natürlich mag Snyder Actionszenen, aber es zählt definitiv zu seinen Stärken, dass er auch immer wieder ruhige Momente zwischen diesen Parts einbaut. Er erreicht dadurch ein völlig anderes Level an Emotionalität, was gerade den Charakteren zugute kommt.

Im Laufe der Handlung wird Superman immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob er bereit ist zu töten, um zu retten. Dieses Leidthema wird so strapaziert, bis auch grob gestrickte Gemüter wie ich begreifen, dass dieser innere Konflikt essentiell für diesen Film ist, der sich gerade in seiner überhöhten Deutlichkeit zu wichtig nimmt. Wer ein Augenzwinkern oder gar Humor sucht, wird dies nicht finden.

Und dies ist auch meine Hauptkritik an diesem Film. Die düstere Atmosphäre, von der Nolans Batman Trilogie profitiert hat, passt nicht völlig zu Superman. Bestimmt hat es in der rund 75-jährigen Geschichte von Superman auch in den Comics düstere Momente gegeben. So gibt es ja die Festung der Einsamkeit auch, damit sich Superman zurückziehen kann, wenn er mal wieder genug von den Menschen hat. Dennoch frage ich mich, ob man mit dieser Atmosphäre einen Superman Film förmlich überfrachten muss. Zweifelsohne nimmt man so auch Kindern diesen Film, was schon ein wenig schade ist.

Nicht ganz verstanden habe ich auch, warum sich Superman mit Zod durch eine Stadt prügelt und dabei unzählige Menschen sterben müssen. Ich sehe gerade diese Szene in einem Kontrast zu den Avengers, als Captain America einen Polizisten anweist, wie er sich verhalten muss, um möglichst viele Menschen zu retten. Der Superman, den ich kenne, hätte dies zu verhindern gewusst.

Man of Steel Epic Poster OfficialHenry Cavill spielt den Stählernen charismatisch. Besonders sein Blick durchbohrt die Sitzreihen der Kinosäle. Dabei versucht er auch immer wieder, den menschlichen Faktor in Superman herauszustellen.

Man of Steel Epic Poster Official ZodMichael Shannon gibt als Gegenspieler einen würdigen Antagonisten, obwohl er in der einen oder anderen Szene von Antje Traue als Faora-Ul an die Wand gespielt wird und obwohl ihr Charakter gar nicht mal sonderlich detailliert herausgearbeitet wurde. 4486814-6713442816-Man-o

Alles in allem sehen wir also gerade im zweiten Teil des Films ein Actionspektakel, das seinesgleichen sucht.  Das Spektakel wird durch die ruhigeren Momente betont. Über die Kritikpunkte mag man hinwegsehen oder sie annehmen. Unabhängig hiervon punktet Man of Steel deutlich gegenüber Superman Returns, so dass die Basis für Fortsetzungen geschaffen ist.

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