S.H.I.E.L.D. # 1: Helden und Agenten

S.H.I.E.L.D. 1  S.H.I.E.L.D. 1 - VARIANT COMIC ACTION 2015 Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben S.H.I.E.L.D. # 1-4.

Wir schreiben das Jahr 2008. Ein gewisser Clark Gregg schlüpft in Iron Man in die Rolle des Agent Coulson. Die Mischung aus Bürokrat, Autokrat und James Bond mit einem Humor, der trockner ist als der Wodka/Martini des Top-Geheimagenten ihrer Majestät, sowie der Mimik eines Stuhls verleiht Gregg dieser Figur eine Popularität, die wohl auch die Macher des Films überrascht haben dürfte.

Wenn wir dann über S.H.I.E.L.D. reden, kommen wir natürlich auch an der erfolgreichen TV-Serie nicht völlig vorbei. Handelt es sich bei der TV-Serie eher um eine Agentenserie durchaus auch mit Superheldenbezug, wird im vorliegenden Band die Zusammenarbeit mit den Superhelden noch mehr in den Vordergrund gestellt.

Agent Coulson wird als ein Mann dargestellt, der schon seit seiner Kindheit Informationen über Superhelden sammelt, dokumentiert und kategorisiert. Das erklärt auch, warum er für den entsprechenden Job immer den richtigen Superhelden einsetzt. Das erinnert ansatz- und stellenweise an die „Warren Ellis“ Konzeptserie Global Frequency. Und gerade das Konzept, das man jeweils andere Helden in der Serie auftreten lässt, und auch jeweils einen anderen Zeichner beauftragt, öffnet diese Serie für neue Leser. Hinzu kommt, dass die einzelnen Episoden unterschiedlich akzentuiert sind. Ausgabe # 2 mit Ms. Marvel bedient primär den „Fun Faktor“, während Ausgabe # 4 eher auf Spannung ausgerichtet ist. Ausgabe # 3 zeigt dann wiederum, dass auch S.H.I.E.L.D. limitierte Ressourcen hat. So müssen sie in dieser Episode, die in Dr. Stranges Sanctum Sanctuorum spielt, neben Spider-Man auf Mr. Rasputin, eigentlich einem Feind des Doktors der Magie zurückgreifen. Die perfekte Mischung aus Spionage- und Superheldenstory ist aber # 4, auch wenn wir Sue Richards vielleicht niemals in der TV-Serie sehen werden. Besonders hervorzuheben ist hier die Leistung von Chris Sprouse, dessen Artwork ungeheuer dynamisch ist.

Jedenfalls sind die Stories, die als One Shot konzipiert sind, spannend zu lesen. Dabei werden uns aber auch die Agenten Coulson und May, Fitz und Simmons als Menschen und Charaktere nähergebracht. Dies betrifft besonders Jemma Simmons in Ausgabe # 2, die Waid und Ramos erstmals seit Impulse wieder zusammenarbeiten lässt.

Als Resultat des durchaus gelungenen Mix aus TV-Serie und Comic wird Coulsons Verbindung zu den Secret Avengers und seiner dort erzählten Origin zumindest zurzeit umschifft. Doch nach dem ersten Band können wir natürlich noch nicht den kompletten Plot kennen. Vielleicht bekommen wir noch die Verbindung zu sehen.

Unabhängig davon bekommen wir mit diesem Band, dessen Kauf ich nur empfehlen kann, ein mehr als nur gelungenes Debüt einer neuen Serie präsentiert.

Zwei kleine Anmerkungen:

S.H.I.E.L.D. bedeutet Strategic Homeland Intervention Enforcement Logistics Division (für die Neueinsteiger).

Anlässlich der Comic Action veröffentlicht Panini eine Ausgabe mit einem Variant Cover (rechte Abbildung).

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