izombie # 1: Tote leben länger

Cover von iZOMBIE 1: TOTE LEBEN LÄNGER Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben izombie # 1-5. Roberson stellt uns seine Welt, die eigentlich der unseren entspricht, mit übernatürlichen Wesen vor. So lernen wir mit Gwen, dem Zombie, Ellie, dem Geist und Scott, dem Werwolf bzw. Werterrier ein mehr als nur ungewöhnliches Dreiergespann kennen. Robersons Fokus gilt dabei, wie es schon der Titel enthüllt, Gwen, die als Totengräberin arbeitet. Und schon haben wir hier die feine Ironie dieser Serie, die immer wieder an unterschiedlichen Teilen, teilweise überraschend, aufblitzt. Tagsüber begräbt sie Leichen, um sie nachts wieder auszubuddeln, um mindestens einmal im Monat Hirn zu essen.Das Setting wird dadurch abgerundet, dass die Stadt, in der sie leben, das Jagdrevier für ein Vampirsrudel ist, die wiederum von 2 Geisterjägern verfolgt werden. Roberson nähert sich Gwen als Charakter sehr langsam, fast schon behutsam. Dies macht es dem Leser nicht immer leicht, eine Beziehung zu ihr aufzubauen, weil wir einfach nicht in ihren Kopf  reinkommen. Allerdings erhalten wir im Laufe des Bandes einen Hinweis, warum das so ist. Leider bleibt es an der Stelle bei einem doch eher flüchtigen Hinweis, aber wir stehen ja auch erst am Anfang einer Serie.

Wunderbar ist das Diner, in dem sich die 3 Protagonisten regelmäßig treffen. Es scheint dort keine oder kaum weitere Gäste zu geben, so dass ich mir sicher bin, dass die Eigentümerin des Diners ein Geheimnis umgibt.

Über allem steht jedoch Allreds Artwork sowie die Kolorierung, die hier von seiner Frau stammt. Er lässt gerade das Dreiergespann sehr lebendig und individuell wirken. Besonders gelungen ist der Spaziergang von Gwen und Horatio, einem der Geisterjäger. Als Leser hat man wirklich das Gefühl, an diesem Spaziergang teilzunehmen. Die Passagen, in denen sie gehen, anhalten, reden und dann wieder schweigen, sind einfach perfekt inszeniert und auf den Punkt gebracht. Gleich nach dem Lesen des Bandes habe ich mir genau diese Passage noch einmal durchgelesen und konnte sie beim zweiten Lesen noch mehr genießen.

Gut gelungen sind auch Gwens Kommentare aus dem Off, die die Handlung begleiten und immer wieder ironische Akzente setzen.

Insgesamt liegt uns also ein typischer Auftaktband vor, der mit jeder Seite Lust und Appetit auf mehr macht.

Kleine Anmerkung:

Wer über diese Rezension stolpert und heute Abend die gleichnamige TV-Serie auf Sixx schauen möchte, sollte sich nicht verunsichern lassen. Die TV-Serie ist nur sehr lose mit dem Comic verbunden.

2 Gedanken zu “izombie # 1: Tote leben länger

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