Black Widow # 2: Tödliche Begegnungen

BLACK WIDOW 2 Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Black Widow # 7-12. Noch immer ist Black Widow bemüht, ihr Unrecht aus Zeiten, in denen sie als sowjetische Agentin tätig war, auszugleichen. Hierfür muss sie Geld verdienen und nimmt einige Jobs an. Die erste Story des vorliegenden Bandes ist ein klassischer One Shot.

Wie so viele andere Helden auch, gelangt Natasha nach San Francisco. Daher ist ein treffen mit Daredevil unvermeidbar. Obwohl dies ihre Soloserie ist, finden wir gerade in diesem Band immer wieder Team ups vor, die völlig unterschiedlich ausgerichtet sind. Dem Team up zwischen Daredevil und Black Widow hätte ich auch ein paar Momente mehr gegönnt. Doch Edmondson legt ebenso viel Wert darauf, auf den Killer einzugehen, der auf Natasha angesetzt ist und auch ihren Anwalt „an der Heimatfront“, Isaiah, weiter aufzubauen. Dennoch oder auch gerade deswegen ist der One Shot als Einleitung dieses Bandes sehr gelungen, weil es Edmondson gelingt, uns für die Story und die Serie abzuholen. hierzu trägt natürlich auch erneut Phil Noto bei, der mit seinem weichen Strich gerade San Francisco wunderbar einfängt.

Ein echtes Highlight ist für mich die Story um den Winter Soldier. Natasha und er geraten aus unterschiedlichen Motiven in denselben Konflikt. dabei sind sie aufeinander angewiesen, um zu überleben. neben der Action dominieren hier die melancholischen Momente, die uns andeuten, was sein könnte, wenn sich Natasha an ihre Beziehung erinnern könnte. In all der Action sind gerade diese Panels betont ruhig gehalten und stellen so einen Kontrast dar.

Und wenn wir bei Kontrast sind, gelangen wir direkt zur nächsten Ausgabe, in der Natasha mit dem Punisher auf einem Schiff zusammenarbeitet, um gegen Crossbones und seine Bande zu bestehen. Besteht noch zwischen ihr und dem Winter Soldier eine Art von Chemie, geht es bei Frank und Natasha nur ums Geschäft. Und das ist auch gut so. Was mich etwas verwundert, ist die Tatsache, dass Natasha das Schiff mit einer Menge Fragen betritt und fast ohne Antworten auch wieder verlässt. Um sich die Story völlig zu erschließen, sollte man auch das Gegenstück aus Sicht des Punishers, das ebenfalls in US-Ausgabe # 9 und damit in Paninis Punisher # 2 abgedruckt ist, lesen.

Absolut begeistert war ich dann wiederum von Ausgabe # 10, in der ein alter Bekannter Natashas ihren Anwalt, Isaiah, entführt und foltert. Edmondson spielt hier mit den Zeitebenen. In den Flashbacks schildert er das Verhältnis zwischen ihr und Rashid, dem Entführer. Gleichzeitig schildern er und Noto einen „Kampf“ zwischen ihr und Hawkeye ungeheuer atmosphärisch. Das Artwork ist gerade hier so beeindruckend, dass sie in diesen Passagen ohne Wörter auskommen und diese Szenen dennoch packend sind. Gleichzeitig entwickelt sich bei den Avengers ein Subplot um die Publicity der Black Widow. Die Story um den entführten Anwalt wird sodann fortgesetzt. Dies bringt sie mit x-23 zusammen, so dass Noto hier ganz klar das Ruder übernimmt, denn beide Damen sind nicht dafür bekannt, dass sie große Dialoge führen. Es steht vielmehr gut inszenierte und dynamische Action im Vordergrund. Dieser Subplot um Natasha wird uns allerdings noch mehr beschäftigen, weil auch darüber die restlichen Avengers ins Fadenkreuz der Journalisten geraten. auch hier setzt Edmondson erzählerisch einen Kontrast und zeigt uns Natasha, wie sie mit den Howling Commandos gemeinsam kämpft und dies offenbar genießt.

Insgesamt liegt uns wieder eine sehr gelungene Ausgabe vor, die uns mehr Einblicke in Natashas Seelenleben gibt als dies bisher geschehen ist. Hiervon profitiert die Serie. Natürlich steht auch Phil Noto für hohe Qualität, so dass ich auf eine baldige Fortsetzung hoffe. Zumal der Cliffhanger gekonnt, aber deswegen auch irgendwie „fies“ gesetzt ist. Man möchte dringend weiterlesen.

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