Fantastic Four: Der lange Abschied # 2 (von 3)

SBAFDR52015100913070_0001 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Fantastic Four # 9-13 sowie das Fantastic Four Annual # 1.

Der Titel „Der lange Abschied“ ist nach wie vor Programm. Die Fantastic Four werden anch wie vor von kleinen oder größeren Katastrophen heimgesucht und bekommen weder Zeit noch Raum, um Luft zu holen. Gleichzeitig lässt Robinson noch einmal jede Menge „Gaststars“ auftreten, die die Fantastic Four in all der Zeit mal mehr, mal weniger unterstützt haben oder zeit- und vertretungsweise in das F4 Kostüm geschlüpft sind.

Der Plot lebt von der Spannung, wer nun der geheimnisvolle Drahtzieher ist, der für den Niedergang der F4 verantwortlich ist. Sporadisch wehren sich die F4 endlich. Dies liegt auch daran, dass sie nach wie vor Freunde haben, die aber mit ihrer Hilfe durchaus auch ihr Leben riskieren, was verdeutlicht, dass der Arm des mysteriösen Drahtziehers sehr lang und mächtig ist. Er muss nicht nur über viel Geld, sondern auch über mindestens ebenso viel Einfluss verfügen. Das reicht von der Polizei, über die Gerichte bis zur Superschurkenszene. Um die räumliche, wie stellenweise aber auch sachliche Trennung der F4 zu verdeutlichen, stellt Robinson zunächst einmal die einzelnen Mitglieder F4 in den Vordergrund. Diese Ausgaben erscheinen sogar fast wie ein One Shot, was für Marvel’s First Family ein eher ungewöhnlicher Ansatz ist, aber verfolgen natürlich den großen Kontext. Gerade der Moment, in dem Wyatt Wingfoot und Spider-Man Johnny Storm wieder zur Vernunft bringen, hat schon fast was Nostalgisches.

Der Cliffhanger an sich ist die Entwicklung um Dr. Doom. Nach den Ereignissen aus diesem Band muss man ihn als Leser in den Kreis der Verdächtigen miteinbeziehen. Oder handelt es sich vielleicht sogar um ein Team von Schurken, die sich gegen die F4 verschworen haben? Gut gelungen ist auch der Ansatz, dass Valeria der Schlüssel für die F4 als Wende zum Guten sein könnte. Dies liegt daran, dass Sue Richards im Moment nicht das moralische Gewissen der Familie geben kann, so dass Valeria erkennt, dass sie in diese großen Fußstapfen treten muss.

Spannend ist auch der Gefängnisaufenthalt von Ben Grimm. Durch einen simplen Trick wird dafür gesorgt, dass er eben nicht über seine Physis verfügt.

Die bereits erwähnten Gastauftritte von She-Hulk, Medusa, Sandman sowie den bereits erwähnten Spider-Man und Wyatt Wingfoot haben schon fast eine nostalgische Note, ohne dabei in Gefühlsduselei abzudriften. Hierzu lässt nämlich Robinson seinen Lesern in dieser epischen Story keine Zeit.

Das Artwork von Laming und Kirk ist außergewöhnlich. Mal be- und mal entschleuinigen sie die Handlung. Hierfür nutzen sie unterschiedliche Perspektiven sowie Panel Einteilungen. Dies mögen keine innovativen Elemente sein, aber es ist dennoch einfach gut gemacht.

Es steht noch ein Band über Marvel’s First Family aus und nach dieser Story kann und will ich nicht glauben, dass wir uns dann von den Fantastic Four verabschieden müssen. Doch dazu demnächst mehr..

2 Gedanken zu “Fantastic Four: Der lange Abschied # 2 (von 3)

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