Superman Sonderband # 55: H’El auf Erden # 2 (von 2)

 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Comics Superboy # 16, 17, das Superboy Annual # 1, Supergirl # 16, 17 sowie Superman # 16 und 17. Gleichzeitig wird die Story „H’El auf Erden“ und damit das erste Crossover des Superman Universums im Rahmen der New 52 abgeschlossen. Und wie so oft bei Crossovers geschehen ein paar gute und ein paar weniger gute Dinge; so auch in diesem Band.

DeFalco konzentriert sich in den Superboy Ausgaben zunächst auf Superboy und seinen inneren Konflikt, den er mit sich trägt sowie auf das Verhältnis zwischen ihm und Superman. Dies ist zunächst von purer Ablenkung geprägt und eher angespannt. Doch DeFalco gibt diesem Verhältnis Raum für eine Entwicklung, die er sehr sorgsam, langsam und damit glaubhaft erzählt. Die # 16 mit dem Artwork von Ron Frenz sticht gegenüber der # 17 etwas mehr hervor. Man merkt einfach, dass DeFalco und Frenz perfekt eingespielt sind. Allerdings verliert sich DeFalco etwas zu sehr in komplizierten Erzählstrukturen, was es R.B. Silva auch nicht gerade leichtmacht. Das Annual dient als Zwischenspiel eher dazu, die Handlung fortzusetzen. Doch dieses Problem löst DeFalco so genial, dass man schon sehr genau hinschauen bzw. lesen muss, um zu erkennen, dass hier reichlich wenig geschieht. Hin und wieder verliert DeFalco etwas das Gefühl für das richtige Erzähltempo. Es gibt zu viele Passagen, in denen Protagonisten wie Antagonisten zusammenstehen, diskutieren und dann das Besprochene ausführen.

Heimlicher Sieger des Crossovers sind die Supergirl Ausgaben, auch wenn es Johnson versäumt das Verhältnis zwischen H’El und Kara so zu definieren, dass es für uns als Leser leichter nachvollziehbar ist, warum sie ihm eine offensichtliche Lüge so leichtfertig abkauft. Es ist vielleicht ein wenig kurz gesprungen, dies nur auf Karas Sehnsucht nach Krypton zu stützen. Es ist der unglaubliche Mahmud Asrar, der auch diese Passagen der grenzenlosen Naivität mit seinem feinen Artwork fast vergessen bzw. überlesen  lässt.

Die Superman Stories wissen in den Momenten zu punkten, in denen Sci-Fi Elemente in den Vordergrund geraten, weil sie dem kompletten Crossover einen neuen Aspekt, den man vielleicht so nicht ohne Weiteres erwartet hätte, hinzufügt.

Jedoch gibt es ein Problem mit der Gesamtkonzeption der Story. Sekt oder Selters bzw. Sieg oder Niederlage sind bei einem übermächtigen Gegner wie H’El, dessen Übermacht im Übrigen nicht geklärt wird, allein von Karas Entscheidung abhängig, ob sie H’El oder Kal-El unterstützt. Das erscheint mir etwas spärlich. Schade, dass man dies seitens der Autoren nicht etwas mehr unterfüttert hat. Dann wäre das Crossover richtig gut geworden. So bleibt es bei einem überdurchschnittlichen Crossover, aber auch das ist ja was.

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