Avengers # 28

AVENGERS 28 Mit diesem Heft veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Avengers # 40 sowie New Avengers # 29.

Hickman legt insbesondere mit der Avengers Ausgabe ein für seinen „Time runs out“ Run eminent wichtiges Heft vor, da er mehrere Subplots zusammenführt.

Tatsächlich bedeutet das, dass die verschiedenen Teams ihre Karten auf den Tisch legen und die Geheimnisse enthüllen, die sie voreinander verborgen hatten. Bei mir punktet dabei besonders der greise Steve Rogers mit seiner trockenen, zynischen Art. Eine fast schon dramatische Wichtigkeit erlangt dann die Konsequenz aus dem Flashback zwischen T’Challa und Shuri, die ihren Bruder bittet, die heilige Klinge der Könige Wakandas dorthin zu tun, wo sie hingehört. Ohne „den Ort“ spoilern zu wollen, tut dies Black Panther mit einer nicht geahnten Konsequenz. Insgesamt erscheint es, als sei der Plan der Illuminati voll aufgegangen. Allein die Flut an Charakteren, die dann gestorben wären, lassen vermuten, dass Hickman noch ein Hintertürchen offen hält. Das sehe ich aber nur darin, dass man keine Leichen sieht, was aber wiederum bei der Art des Todes mehr als verwunderlich wäre.

Atmosphärisch ist die Ausgabe mindestens so düster wie die Vorgänger. Sie ist nur mit ungemeiner Wucht und Konsequenz erzählt.

Genau diese Wucht und Konsequenz trifft uns in der „New Avengers“ Ausgabe fast noch ein wenig härter. Um dies zu begründen, müsste ich ziemlich fies spoilern, was ich mir verkneife, aber die Illuminati wissen und erahnen höchstens die volle Wahrheit um die letzte Explosion der unbewohnten Erde. Offensichtlich ist auch, dass sich die Secret Wars ankündigen. Hierfür dient der Cliffhanger, der gekonnt gesetzt ist und den Plot gleichzeitig abrundet.

Bei Hickman ist es oft so, dass sein Erzählstil trocken und spröde erscheint, d.h. der Zeichner muss dies ein wenig glätten, um den Kontakt zum Leser herzustellen. Caselli gelingt dies eindrucksvoll, weil er auch die Passagen, in denen Rächer und Illuminati zusammenstehen und diskutieren, spannend gestaltet, indem er den Charakteren eine ungeheure Körperspannung verleiht. Es wird also deutlich, dass die Diskussion im Grunde ein knallharter Kampf ist, der jederzeit auch physisch werden könnte.

Kev Walker dagegen trifft den Erzählton Hickmans nicht völlig.Ohne Frage, ist er ein großartiger Zeichner, aber sein Stil ist für diesen Plot zu „cartoony“, so dass die Charaktere zu liebenswert erscheinen.

Kopfschüttelnd, weil es schon zu genial ist, um wahr zu sein, verbindet Hickman sogar lose seine Avengers Story mit seinem Fantastic Four / Future Foundation Run, doch dazu vielleicht demnächst mehr.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s