Blueberry und der Fluch der Dämonen (Movie)

Blueberry und der Fluch der Dämonen Front Cover Blueberry ist eine legendäre Comic Serie, die von herausragenden Zeichnern wie Jijé und Jean Giraud optisch gestaltet und von Jean-Michel Charlier geschrieben wurde.

Dieser Film, durch den ich mich über mehrere Abende gequält habe, weil ich immer wieder eingeschlafen bin, hat mit dem sensationellen Edel-Western fast gar nichts zu tun.

Die Erzählweise des Filmes ist so konfus, dass ich ebenso konfus bin und gar nicht weiß, wo ich mit meiner Kritik ansetzen soll. Blueberry wird immer wieder von Todesvisionen seiner ersten Liebe gequält. Jahre später muss er sich erneut mit dem Magier Blount, der Indianer und Weiße gegeneinander aufhetzen will, auseinandersetzen. Um ihm gegenübertreten zu können, geht er noch einmal zu den Indianern, die ihn adoptiert und aufgezogen hatten, um sich unterweisen zu lassen. Natürlich kommt es zum Showdown.

Ach, was waren das für Zeiten, als Western noch gradlinig erzählt wurden und es zum Showdown zwischen Gut und Böse kam. Gut und Böse gibt es auch in dieser Verfilmung und es ist leicht, sie zu erkennen, weil sie parzellenscharf definiert sind.

ABER: Warum braucht es so viel Mystik und Fantasie? Die dunkle Seite in Blueberry, der er sich stellen muss, wird von irgendwelchen fliegenden schwarzen Raupen verkörpert. Das haben wir in Star Wars bei Luke viel besser und auch ansprechender gesehen.

Hinzu kommen noch Ungereimtheiten. Der Indianer, der Blueberry begleitet, sagt ihm, dass er ihn und Blount nun allein lasse. Nachdem sie sich irgendwie und doch auch irgendwie nicht in einer Art Geisterwelt auseinandergesetzt haben, sagt ihm derselbe Indianer, dass er ihn im ganzen Universum gesucht habe. Ja, was denn nun?

Blueberry und der Fluch der Dämonen : Bild Vincent Cassel Vincent Cassel hat  als Blueberry die Ausstrahlung einer Bundeswehr Taschenlampe im Tarnmodus.

 Michael Madsen spielt eher routiniert und erreicht einfach nicht seine „Kill Bill Form“.

Juliette Lewis ist hoffnungslos unterfordert und darüber hinaus auch unterrepräsentiert. Lesen Schauspieler eigentlich kein Drehbuch, bevor sie für einen Film unterschreiben?

Die Cinema hat seinerzeit Puristen vor dem film gewarnt, weil der Plot nur lose mit dem Comic verbunden ist, soweit man hier von „Verbindung“ noch reden kann. Ich warne jeden davor, es ei denn, er hat Zeit zu verschwenden.

Egal, empfehlen kann ich den Film nur für diejenigen, die Schlafstörungen bekämpfen müssen.

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