Black Dahlia – Die Schwarze Dahlie

A1Yjb+-YMBL James Ellroy ist ein gefeierter Kriminalautor. Sein Tetralogie im sogenannten Neo Noir Stil über das Los Angeles der 40er und 50er Jahre erlangte nicht zuletzt durch den kommerziell wie auch von Kritikern mit Lob überhäuftem Film L.A. Confidential mit Kevin Spacey, Russell Croew und Kim Bassinger Berühmtheit.

Aus einem gescheiterten Filmprojekt entstand auch die Comic Adaption Die Schwarze Dahlie, die wiederum auf einem tatsächlichen Mordfall basiert.

Ellroy bzw. Matz und Fincher, die für das Skript der Comic Adaption verantwortlich zeichnen, zeigen ein L.A., das von Korruption und Verbrechen regiert wird. Die beiden aufstrebenden Polizisten Dwight Bleichert und Lee Blanchard werden mit dem Fall, der stark mediengetrieben ist, betraut.

Während der Fall für Blanchard zu einer Obsession wird, gerät Bleichert an Madeleine Sprague, die Tochter eines steinreichen Unternehmers, die dem Mordopfer zum Verwechseln ähnlich sieht.

Dieser Krimi überzeugt auf der ganzen Linie. Die Autoren greifen natürlich in die Kiste des Criime Noir bzw. Neo Noir, ohne dabei aber zu überziehen. Hierfür sorgt auch der Hauch von Zynismus, der an der einen oder anderen Stelle immer wieder aufflammt. Wie es sich für eine solche Story gehört, trägt jeder ein mehr oder weniger düsteres Geheimnis mit sich – auch die Cops. Und natürlich geht niemand so richtig unbeschadet aus dieser Story hervor, die dann mit dem letzten Panel doch noch so etwas wie ein gutes Ende findet.

Die Story wird aus der Sicht von Dwight Bleichert erzählt. Der Charakter wird so intensiv geschildert, dass man ihn fast vor offensichtlich falschen Entscheidungen waren möchte, die er den Femme Fatale sei Dank immer wieder trifft.

Immer wieder münden Bleicherts Ermittlungen in Sackgassen. Dann kann er nach neuen, meist wagen, Hinweisen seine Ermittlungen neu aufnehmen. Doch schließlich, und auch das ist dem Schuss Zynismus geschuldet, bringt ihn Kommissar Zufall auf die richtige Spur.

Miles Hyman liefert ein ungemein stimmiges Artwork ab, obwohl seine Panels teilweise ein wenig statisch wirken. Dies ist aber auch dem Plot geschuldet, der sich nur langsam aufbaut und erst zum Schluss, als die volle Wahrheit Zug um Zug ans Licht kommt, immer schneller dreht.

Freunde des Crime Noir werden vom vorliegenden Band, der als schicker Hardcover erscheint, begeistert sein.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s