Hulk (Movie)

Hulk movie.jpg Bereits in 2003 und damit vor der eigentlichen Schöpfung des MCU schuf Ang Lee mit dieser Verfilmung ein streitbares Werk.

David Banner versucht für das Militär den ultimativen Soldaten zu schaffen. Dabei führt er die Experimente an sich selbst durch und muss feststellen, dass er die erhöhte Widerstandskraft an seinen Sohn weitergegeben hat. Wegen der verbotenen Experimente wird David Banner verhaftet, während sein Sohn in seine wissenschaftlichen Fußstapfen tritt.

Ich kann mit dem Film relativ wenig anfangen. Die Grundstimmung des Films ist mir viel zu deprimiert. Dies mag daran liegen, dass sich der Film gerade für eine Superheldenverfilmung viel zu ernst nimmt. Ich habe überhaupt kein Problem damit, Hulk als missverstandenes Monster und damit als einen Charakter mit fast schon shakespearehaften Zügen darzustellen, aber bei aller Tragik und allem Drama darf der Fun Faktor einfach nicht fehlen.

Hinzu kommt, dass Eric Bana als Bruce Banner völlig untergeht. Seine Mimik ist förmlich eingefroren und erst gegen Ende des Films verknüpft er sein Spiel mit ein paar Emotionen, die sich aber auf unterschiedliche Grade von Wut eingrenzen lassen.

Mir ist völlig klar, dass dieser Film vor nunmehr 12 Jahren gedreht wurde und dass 12 Jahre in der Filmindustrie im Allgemeinen und in der Tricktechnik im Besonderen gefühlte Jahrhunderte sind. Doch warum muss der Hulk wie Shrek nur ohne Hörner aussehen?

The Hulk or Shrek?

Sam Elliot spielt General Ross mehr als eiskalt handelnden Militär als den cholerischen Poltergeist, wie wir ihn aus der Comic Serie kennen. dies ist aber nicht seine Schuld. Seine Rolle ist vom Drehbuch und auch von der Inszenierung des Charakters genauso angelegt. Dies betrifft auch Major Talbot, der eigentlich eher ein feiger Tollpatsch ist. Hier agiert er noch kälter als Ross. Und genau bei diesen beiden Charakteren wäre die Chance vorhanden gewesen, etwas Humor in den Film zu bringen. Offenbar war dies nicht gewollt. stattdessen wirkt er mit dem Vater-Sohn und wiederum mit dem Vater-Tochter Konflikt überladen.

Nick Nolte als zotteliger Wissenschaftler nervt einfach nur. Insbesondere ist seine Wandlung vom Saulus, der eben noch Betty Ross umbringen will, zum Paulus, der dann doch seinem Sohn helfen will, nicht wirklich gänzlich nachvollziehbar erzählt. Hier hätte es ein paar Meter Film mehr bedurft.

Doch kein Schatten ohne Licht. Der Split Screen, den Ang Lee immer wieder einsetzt, ist umstritten. Mich hat diese sequentielle Bilderzählung überzeugt. Wo soll man sie sonst einsetzen als in einer Comicverfilmung, eben weil auch Comics sequentiell erzählt werden?

 Und dann haben wir natürlich noch Jennifer Connelly, von der es viel zu wenig Filme gibt. Sie überzeugt als einzige Darstellerin voll und ganz, aber sie gehört ohnehin zu meinen 3 erklärten Lieblingsschauspielerinnen und das schon seit Es war einmal in Amerika.

Es verwundert dann weiter in der Gesamtschau auf den Film nicht, dass er „out of continuity“ gestellt und neu verfilmt wurde.

LEE HULKSpaß machen natürlich die Gastauftritte von Stan Lee und Lou Ferrigno, der den Hulk in der TV-Serie gab, als Wachmänner.

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