Flash Gordon (Movie)

Flash gordon movie poster.jpgFlash ahaaaaa.. Saviour of the universe..

Oh, Entschuldigung. Ich wollte ja den Film besprechen.

Flash  Gordon basiert auf den gleichnamigen Comic Strips von Alex Raymond, die erstmals am 07. Januar 1934 erschienen sind. Legendär ist auch die TV-Serie von 1954.

Ein Flug von Flash Gordon mündet in einer Notlandung. Gemeinsam mit Dale Arden, einer Journalistin, gelangt er zum exzentrischen Wissenschaftler, Dr. Zarkov, der hinter den zahlreichen Naturkatastrophen der letzten Zeit eine außerirdische Macht vermutet. Gemeinsam mit Dale und Flash fliegt er zum Planeten Mungo, wo sie auf den grausamen Herrscher Ming treffen.

Bereits aus dem Jahr 1980 stammt diese Comicverfilmung. Mit einem Etat von 35 Mio US-Dollar (andere Quellen sprechen von 20 Mio US-Dollar) war er seinerzeit und auch für einige Zeit der teuerste Film aller Zeiten. Damit wurde er lange gedreht, bevor das MCU gegründet wurde oder auch DC seine Helden flächendeckend verfilmte. Flash Gordon bietet, wie im Übrigen auch der Comic selbst, eher gradlinige Unterhaltung mit einer überschaubaren Handlung und kultigen Dialogen. Bis heute kennt beispielsweise jeder Cineast das berühmte „Forget it, Ming. Dale’s with me! Heute würde so ein Film wahrscheinlich grandios scheitern und bestenfalls zur Unzeit in den Minilichtspielhäusern gezeigt werden. Damals war er allein wegen der Trickeffekte, die heute den Zuschauer schmunzeln lassen, bahnbrechend und atemberaubend.

Als Paradebeispiel für den simplen Plot dient beispielsweise der Moment, als die Festung der Vogelmänner zusammengeschossen wird und Flash natürlich, statt abzustürzen, auf einem Raketoped landet.

Betrachtet man sich aber das Konzept des Films, mag das dann doch verblüffen. Mit Max von Sydow, Chaim Topol, Ornella Muti und Timothy Dalton ist der Film gerade in den Nebenrollen, die den Plot allerdings wesentlich mitprägen, durchaus prominent besetzt. Lediglich die Hauptrollen sind mit Flash GordonSam J. Jones und Melody Andersen, die beide keine nennenswerten Karrieren haben sollten, mit Newcomern besetzt. Sam J. Jones lebt allerdings noch heute vom Ruhm vergangener Tage. Das betrifft nicht nur seine Rolle in Ted, sondern auch den einen oder anderen Auftritt auf einer Con so wie nun auch in den nächsten Tagen in Dortmund auf der German Comic Con.

 Max von Sydow ist Ming. Die Arroganz und Selbstherrlichkeit des Despoten legt er in seine Mimik wie Gestik zugleich auf unnachahmliche Weise.

 Timothy Dalton spielt Prinz Barin und war zu der Zeit bereits ein angesehener Shakespeare Darsteller. In 1987 und 1989 sollte er zweimal den 007 geben.

 Ornella Muti war eine Ikone der späten 70er und frühen 80er Jahre. Die Rolle der zunächst verzogenen, egoistischen und später geläuterten Prinzessin ist ihr auf den Leib geschneidert.

Mariangela Melato spricht übrigens im Original die Rolle von General Kala mit deutschem Akzent.

Es ist schon überflüssig zu erwähnen, dass alles gut ausgeht und Ming sein Leben von der Radioantenne eines Raumschiffs aufgespießt, aushaucht. Natürlich nimmt sich der Film nicht allzu ernst und war trotz des für damalige Zeiten astronomischen Budgets immer als Trash geplant. Er ist knallbunt, wobei die Farbe „rot“ überwiegt. Wir werden also mit der Nase darauf gestoßen, dass es sich um eine Comic Verfilmung handelt.

Mit dem Fragezeichen beim obligatorischen „The End“ wird die Möglichkeit einer Fortsetzung angedeutet. Zum Glück hat man es nie gemacht, obwohl es immer mal Gerüchte um ein Remake gab bzw. gibt. Ich bin mir sicher, dass eine Fortsetzung nie und nimmer den Charme des Originals erreicht hätte.

Mit diesem Film verbinde ich Persönliches, was ich hier gerne teilen würde:

Wie vielleicht der eine oder andere Leser dieses Plots schon mitbekommen hat, bin ich eingefleischter Queen Fan. Queen hat bekannterweise den Soundtrack beigesteuert, so dass es fast schon überflüssig zu erwähnen ist, dass dies lange Zeit mein Lieblingsfilm war. So habe ich auch regelmäßig am 10.03.1981 , den Tag, an dem ich in den Film zum ersten Mal im Kino gesehen habe, den am Ende des Films proklamierten „Flash Gordon Day“ gefeiert.

Den Film habe ich damals mit meinem besten Schulfreund am Vorabend eines Basketball Landesentscheids „Jugend trainiert für Olympia“ im Rex, einem Marburger Kino, das längst der Abrissbirne zum Opfer gefallen ist, gesehen. Dort haben wir von der Theo-Koch-Schule Grünberg gehörig auf den Arsch bekommen. Angeführt wurden sie von einem gewissen Michael Koch, der später einer der erfolgreichsten deutschen Basketballer werden sollte.

Einige Jahre hatte ich den Film jetzt schon nicht mehr gesehen, aber ich konnte auch heute noch fast jeden Dialog auswendig mitsprechen.

Das Titellied habe ich mit Horst Gotta auch schon mal spontan auf dem Frankfurter Comicstammtisch geschmettert.

Heimlich habe ich aber die B-Seite „Hero“ mindestens genauso gern gehört.

So, genug in der Vergangenheit geschwelgt. Wer nun noch keine Lust auf Flash Gordon hat, wird sie auch nicht bekommen, selbst wenn ich noch mehr Anekdoten beisteuere.

Ich mag nun weitersingen:

Flash ahaaaaa.. he saves everyone of us.

Ein Gedanke zu “Flash Gordon (Movie)

  1. <>
    Fortsetzung oder Remake? Das ist ein Unterschied. Eine Fortsetzung gab es tatsählich nicht, dafür aber (mindestens) ein Remake – in Form einer Serie: http://www.imdb.com/title/tt0959086/
    Diese wollte sicherlich auch mit dem Trash-Faktor des Films spielen, was im Fall der Serie anscheinend nach hinten los ging.
    Zudem gab es zuvor 1996 noch eine Zeichentrickserie mit deutlich modernerer Auslegung. http://www.imdb.com/title/tt0236899/
    Davor gab es ab 1986 die Zeichentrickserie „Defenders of the Earth“, welche Flash Gordon mit anderen Figuren, wie dem Phantom und Mandrake dem Zauberer zusammenbringt – eine Konstellation, die es als „KINGS WATCH“ vor wenigen Jahren als Comic-Neuauflage gab. http://www.imdb.com/title/tt0138230/
    „Defenders“ könnte man aber eher als Fortsetzung der Serie „Flash Gordon“ von 1979 verstehen. http://www.imdb.com/title/tt0078662/?ref_=tt_rec_tt
    <>
    Das werden wir nie wissen. Allerdings ist er nicht das Original. Der von Ihnen besprochene Film selbst kann jedenfalls als Remake des Films „Flash Gordon“ aus 1936 verstanden werden: http://www.imdb.com/title/tt0027623/?ref_=tt_rec_tti
    Ich habe das Original aus 1936 nie gesehen, glaube aber auch, dass der hier besprochene Film diesen in seiner popkulturellen Bedeutung abgelöst haben dürfte, was den Nachfolgern zugegebener Maßen bislang nicht gelungen scheint.

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