Fantastic Four # 3 (von 3): Der lange Abschied

FANTASTIC+FOUR%3A+DER+LANGE+ABSCHIED+TEIL+3+%28VON+3%29 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Fantastic Four # 14 sowie # 642-645. Gleichzeitig wird diese Serie eingestellt. Und wenn ich je gedacht hätte, dass ich mal schreiben muss, dass Marvel’s First Family eingestellt wird, dann hätte ich höchstens an eine temporäre Einstellung mit einem überschaubaren Zeitraum geglaubt. Doch dies ist hier anders und ich werde am Ende dieses Beitrags noch einmal darauf eingehen.

Robinson versteht es auf nahezu unnachahmliche Weise seine Leser für seine Story zu vereinnahmen. Man mag tatsächlich immer weiterlesen und mehr über die Hintergründe der existentiellen Bedrohung der Fantastic Four erfahren. hierzu gehört auch, dass wir die Dinge aus der Perspektive des Quiet Man erfahren und geschildert bekommen. Dies geschieht gleich in der ersten Ausgabe des vorliegenden Bandes. relativ schnell wird klar, dass es etwas Persönliches zwischen Reed Richards und dem Quiet Man sein muss. Doch Reed hat ihn nicht bei einer wissenschaftlichen Preisverleihung ausgestochen oder gar eine seiner Erfindungen abgekupfert – nein, es ist Eifersucht, weil er Sue vor ihm angesprochen hat. Auf den ersten Blick mag dies etwas simpel erscheinen, aber Robinson möchte uns so den Wahnsinn des Quiet Man näherbringen und dies gelingt ihm zweifellos.

Interessant ist auch, wie dann der Übergang zum endgültigen Finale angegangen wird. Rein äußerlich und formell kehrt Marvel zur ursprünglichen Nummerierung zurück. Inhaltlich formiert sich das Team wieder, während vor dem Hintergrund des enthüllten Plans des Quiet Man die Erde im Chaos zu versinken droht. Dabei wird auch klar, dass sich die Fantastic Four auf jede Menge Verbündete aus dem Marvel Universum verlassen können. Hierzu gehört auch, dass Robinson mit Sleepwalker auf einen Charakter zurückgreift, der bestenfalls in der dritten Reihe der Marvel Helden steht. Im Laufe des Plots geraten dabei die Auswirkungen des wahnsinnigen Plans des Quiet Man mehr und mehr in den Vordergrund.

Dies ist komplett und großartig erzählt. Man mag vielleicht eine Begründung für die Trennung der F4 suchen. Fakt ist, dass es keine Trennung und folglich auch keine Begründung gibt. Lediglich die Serie wird eingestellt.

Natürlich können die F4 die globale Bedrohung abwenden. ende gut, alles gut könnte man meinen. Doch da schwebt der große, dunkle Vogel der Serieneinstellung über Marvel’s First Family. Klar, im Laufe einer solch langlebigen Serie hat jede Serie ihre Höhen und Tiefen. Zuletzt waren wohl auch die Verkaufszahlen der Fantastic Four nicht wirklich überragend, aber Robinson hat bewiesen, dass dies nicht daran liegen kann, dass es über die F4 nichts mehr zu erzählen gibt. vielmehr liegt es wohl daran, dass Marvel’s bzw. Disney’s  Verhandlungen mit Fox über den Rückkauf der Filmrechte gescheitert sind. Nach den völlig zurecht doch eher durchwachsenen Filmkritiken legt nun auch Marvel wohl keinen Wert mehr darauf, die F4 noch über die Comics zu befeuern. Offenbar will Fox aber nun keine Fortsetzung ihrer F4 Verfilmung nachlegen. Vielleicht kommt ja nun noch einmal Bewegung in die Verhandlungen.

Für mich befindet sich Marvel’s First Family in einem Stand by Modus auf unbestimmte Zeit. Tatsächlich gibt es – Stand heute – keine Pläne die F4 neu zu starten.

Wer aber weiterhin Spaß an den F4 hat, wird diese im kommenden Event, Secret Wars, wiederfinden.

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