Angela – Im Auftrag der Götter – # 1: Die Entführung

ANGELA%3A+IM+AUFTRAG+DER+G%C3%96TTER Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Angela: Asgard’s Assassin # 1-6.

Angela ist eine von Neil Gaiman für die Image Serie Spawn entwickelte Figur. Nach einem langen Rechtsstreit gelang es Gaiman, sich die Rechte an Angela zu verschaffen. Diese Rechte veräußerte er wiederum an Marvel. Im Zuge des ersten „Marvel Now! Events Age of Ultron gelange Angela in das Marvel Universum und schloss sich zunächst mehr oder weniger lose den Guardians of the Galaxy an. Nunmehr liegt ihre Soloserie vor, in der sie natürlich auch nicht völlig ohne die Guardians auskommt.

Gerne räume ich ein, dass ich die Idee, Angela als verlorene Schwester Thors einzuführen, für etwas konstruiert hielt. dies lag auch daran, dass für mich dieses Konstrukt wie ein Skelett ohne Fleisch auf den Knochen wirkte. Vielleicht ist es Marvel bzw. Gillen ähnlich ergangen. Zumindest die vorliegende Story dient dazu, Angela einen Platz in der Welt der Asen einzuräumen und ihre Rolle zu definieren.

Gillen findet dabei eine gute Balance, den düsteren Ton der Serie zu treffen. gleichzeitig hilft die Flashback Story neuen Lesern, mit Angela als Charakter warm zu werden.

Erstaunt war ich schon zuletzt, dass auch bei Thor Freya mehr und mehr Profil und auch Einfluss gewinnt. Dies verstärkt sich noch mit der vorliegenden Story, die sich neben dem Rätsel um der aus der Totenwelt zurückgekehrten Sera, die als Sidekick zu Angela definiert wird, und der Entführung der jüngsten Schwester Angelas und Thors.

Die Rätsel um Angela und ihr Verhältnis zu Asgard werden nach und nach gelöst und zu meinem eigenen Erstaunen und aller vorherigen Skepsis zum Trotz funktioniert die Story und unterhält sogar sehr gut. Gillen versteht es dabei, die Dialoge so zu formulieren, wie es gerade für den Plot benötigt wird. Die Dialoge mit den Guardians sind durchaus witzig und sprühen vor Wortwitz, während andere Passagen episch formuliert werden. Als Speerspitze möchte ich hier nur den Kampf zwischen dem Odinsohn und Angela anführen. Gleichzeitig wird auch klar, dass der Odinsohn zurzeit nicht würdig ist, Mjolnir zu tragen bzw. zu heben. Bei seiner Jagd auf Angela schließt er sogar ein Bündnis mit Hel. Folgt man dem Cliffhanger, wird uns genau dies noch weiter beschäftigen.

Leidthema des vorliegenden Bandes ist „Schuld“ und das Begleichen derselben. Wir erfahren, dass Engel zwar gerne helfen, dass man aber gleichzeitig eine Schuld damit auf sich lädt, deren Begleichung über kurz oder lang auch von den Engeln eingefordert wird. Gerade dieser Aspekt eröffnet dem Autor alle Möglichkeiten für diese Serie.

Sowohl Jiminez, als auch Hans liefern ein ungemein stimmiges und atmosphärisches Artwork ab. besonders die im Band abgedruckten Cover von Hans sind atemberaubend.

Fans von Thor bzw. dem Odinsohn sollten auch hier dringend zugreifen. Auch die Leser der neu konzipierten Serien mit starken, weiblichen Charakteren wie Ms. Marvel oder Black Widow sind hier keineswegs fehl am Platze.

 

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