Moon Knight # 3: Wer den Göttern trotzt

MOON+KNIGHT+3 Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Moon Knight # 13-17. Dieser Band bildet auch den Abschluss dieser Serie.

Konzeptionell ist die Serie so ausgerichtet, dass wechselnde Kreativ-Teams die Serie übernehmen und auf der Basis der Neuausrichtung der Serie von Warren Ellis und Declan Shalvey ihre Stories aufsetzen. Ohne Frage ist dieses Konzept voll aufgegangen, auch wenn der Ellis Run immer in besonderer Erinnerung bleiben wird.

Marc Spector agiert einerseits als Mr. Knight und berät die Polizei in scheinbar unlösbaren Fällen. Hier tritt er im Anzug auf und verstärkt so den Eindruck des „typischen Consulters“, der natürlich untypischer gar nicht sein könnte. Doch auch als Moon Knight agiert Spector immer wieder und sorgt mit eiserner Hand für Recht und Ordnung.

Mit diesem Band agiert Cullen Bunn als Autor. Er konzentriert sich, wie auch schon Vorgänger von ihm, auf das Verhältnis von Moon Knight zu Khonshu, der gerade in der ersten Story auch als sein Lehrmeister fungiert. Ich mag die Ironie in dieser Story, denn ein Superheld, der von der Gunst eines Geistes mal mehr, mal weniger profitiert, muss Geistern helfen. Das durchaus zwiegespaltene Verhältnis Moon Knights zur Geisterwelt bestimmt den Plot mehr als Moon Knights Kampf gegen die Geisterjäger, die die Geister als Sklaven halten. Moon Knight ist schließlich nicht einmal in der Lage, den aufrichtigen Dank der befreiten Seelen entgegenzunehmen.

Die Ironie wird sogar noch vertieft, indem Mr. Knight der Polizei genau die Meta-Wesen erläutern muss, mit denen er selbst aufgrund seines Backgrounds seine Schwierigkeiten hat.

Schließlich trifft Moon Knight auf einen „alten Bekannten“, über den wir mehr erfahren. Dieser Teil des Bandes sticht mit der gelungenen Verbindung der klassischen Moon Knight Erzählungen mit dem modernen Ansatz hervor.

Die letzte Ausgabe des Bandes beantwortet ein paar Fragen zu Moon Knights Verhältnis zu seinem Gott Khonshu und stellt dafür weitere. Die entscheidende Frage bleibt jedoch unbeantwortet, was auch gut so ist. Ist Khonshu nun ein realer Gott, der schützend die Hand über seinen auserwählten Moon Knight hält, oder ist er nur eine Reflektion eines psychisch labilen Menschen? Gerade die letzte Ausgabe hätte noch viel Potential gehabt, aber die Ereignisse um die Secret Wars verhindern hier eine Fortsetzung. doch diese Pille schluckt man als Leser gern, weil diese Serie eins unter Beweis gestellt hat. Moon Knight funktioniert am besten als eigenständiger Charakter und weniger in der Interaktion. So bekommen wir mit dieser Serie Inhalte präsentiert, die etwas abseits der üblichen superheldenkost liegen. und genau dies wirkt so erfrischend.

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