S.H.I.E.L.D. # 2: In dämonischer Mission

S.H.I.E.L.D.+2 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben S.H.I.E.L.D. # 5-10. Ich könnte es mir mit der Rezension zu diesem Band ganz leicht machen und sie schlicht mit obskur, obskurer, S.H.I.E.L.D. zusammenfassen. Doch das würde dem Ausnahmeautor Mark Waid nur teilweise gerecht werden.

Gleich der erste Zweiteiler dieses Bandes definiert S.H.I.E.L.D. als eine Organisation, die weit mehr als nur ein globaler Geheimdienst ist. Sie sind auch so etwas wie die erste und letzte Verteidigungslinie der Menschheit. Zunächst überrascht der Ansatz der Story. Sowohl inhaltlich, als auch der Gegner, der die Erde mit den Mindless Ones überrennen will, hat auf den ersten Blick rein gar nichts mit einem Geheimdienst zu tun. Er ist vielmehr ein allen bekannter Widersacher von Dr. Strange. Und genau um Magier geht es auch, denn diese werden nach und nach mit Spezialwaffen ausgeschaltet.  Ermittlungsarbeit, wie dann auch das tatsächliche Vorgehen stehen in einem gesunden Einklang von Action und geheimdienstlicher Ermittlung samt eines Verhörs. Hinzu kommt mit Agent Warrick ein Agent, wie er obskurer kaum sein könnte.

Der nächste Arc bringt Daisy Johnson, die für Nick Fury, sr. ja schon hin und wieder die „Drecksarbeit“(siehe Secret War) erledigt hat, zurück zu S.H.I.E.L.D.  Leser, die viel Wert auf Continuity legen, werden an der einen oder anderen Stelle schon mal die Stirn in Falten legen, aber primär will Waid mit seinen Stories unterhalten und sich lose an die TV-Serie hängen. Dies gelingt ihm auch in diesem Abenteuer zweifellos. Smallwood liefert ein ungewöhnliches Artwork mit Panels ohne eigentliche Grenzen ab. Dies fügt sich bestens zu dieser Story. Auch der Run um Melinda May und Mockingbird, die einen Fall lösen, in dem Kinder umoperiert werden, hat durchaus einen Bezug zur Realität, denn sogenannte Schönheitsoperationen auch bei Minderjährigen oder ein genereller Schönheitswahn bei Jugendlichen sind mit Sicherheit keine völlig aus der Luft gegriffenen Themen.

Dem Innenverhältnis und der Geschichte von S.H.I.E.L.D. widmet sich die Story, die mit Dum Dum Dugan einen der prominentesten Agenten aller Zeiten zurückbringt. Doch hier kann ich Fans der Continuity beruhigen. Seine Präsenz wird glaubhaft dargestellt. Es macht einfach Spaß, wie hier das Artwork der Veteranen Jack Kirby und Jim Steranko in die Seiten eingepasst wird.

Die abschließende Story um Howard, the Duck bietet Ironie pur und ist voller Anspielungen auf das Marvel Universum mit seinen Zeitreisen und Dimensionssprüngen im allgemeinen, wie auch dem Spider-Verse im besonderen.

S.H.I.E.L.D. bietet auch mit Band # 2 beste Comicunterhaltung. Man darf den Band ruhig mit etwas Popcorn genießen.

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