Secret Wars, Sonderband # 1: Spider-Man

SECRET+WARS+SONDERBAND+1%3A+SPIDER-MAN Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Spider-Verse # 1-5 und damit die komplette Miniserie.

Mike Costa nutzt das „Battleworld Konzept“ für eine Spidey Story  der etwas anderen Art. 5 Inkarnationen von Spider-Man (Spider-UK, Spider-India, Spider-Gwen, Spider-Man Noir und Spider-Girl – Anya Corazon) treffen sich mehr oder weniger zufällig.

Dabei müssen sie gegen keinen Geringeren als Norman Osborn antreten, der nicht nur Chef von OSCORP ist, sondern auch als eine Mischung aus Oberbürgermeister und Baron von New York herrscht. Osbornes Ziele bleiben im Dunkeln, aber die alte Fehde zwischen den Spider-Men und Osborn, der natürlich Verstärkung hat, entbrennt schon fast zwangsläufig.

Costa nutzt Gwen und Spider-UK als Erzähler mit einer jeweils starken Erzählstimme dieser Story und setzt mit dem auf Wissenschaft fixierten Spider-India einen klug gesetzten Kontrast zu den eher emotional motivierten Gwen und Braddock.

Schnell erkennen wir, warum Gwen mittlerweile ein Liebling der Fans geworden ist. Neben der überdimensionalen Kapuze, die cool aussieht, kommt diese herrliche Selbstironie hinzu. So stellt sie fest, dass sie demnächst für einen Mann arbeitet, der a n umgebracht hat.

Im Laufe der Story kommt Spider-Ham hinzu, der nicht nur für die witzigen Einlagen steht,  sondern tatsächlich an einer Stelle für eine ganz entscheidende Wendung des Plots sorgt. Dabei räume ich gerne ein, dass auch diese Wendung nicht völlig ohne Witz auskommt.

Aus Spider-Verse kennen wir ja noch das Netz, das alle Spider-Inkarnationen in allen Universen bzw. auf allen Zeitebenen auf sagenhafte Art und Weise verbindet. Norman will dieses Netz nutzen, auch wenn ich nicht völlig verstehe, wie dieses Netz nach dem Zusammenbruch der Universen noch funktionieren kann. Da Costa ansonsten seine Story sehr stringent durchkonzipiert hat, glaube ich nicht an einen Logikfehler im Plot, sondern vielmehr daran, dass den Charakteren der Zustand bzw. Battleworld als solches nicht bewusst ist. Schließlich gehen ja sowohl Osborn, als auch Spider-India von einem Defekt des Nutzers aus.

Was an der Story überrascht, ist, dass sie sich wie eine Spider-Man Story anfühlt, obwohl sie in einem völlig anderen Setting stattfindet . Wahrscheinlich wäre es zu einfach gewesen, Peter Parker als Spider-Man seine Inkarnationen wieder anführen zu lassen, wie er es ja in der kürzlich veröffentlichten Spider-Verse Story im Marvel NOW! Universum getan hat. Tatsächlich ist dies ein weiterer Kniff, der dieser Story eine gewisse Frische und Spritzigkeit verleiht. Darüber hinaus basiert der Plot natürlich auf den unterschiedlichen Meinungen und Ansichten der Spider -Inkarnationen.

Andre Araujos Artwork basiert auf einem klaren Strich, was manchmal die Hintergründe erscheinen lässt als die Charaktere.

Die Miniserie verkörpert klassisches Popcorn Comic, aber was soll’s? Manchmal braucht es Unterhaltung pur.

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