izombie # 2: Blutsauger

iZOMBIE+2%3A+BLUTSAUGER Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben izombie # 6-12. Roberson strickt auch mit diesem Band weiter an der Legende dieser Serie. Der Plot überzeugt in jeder Hinsicht. Wir dürfen uns über Dialoge mit jeder Menge Wortwitz freuen und über eine völlig im positivsten Sinne durchgeknallte Handlung.

Hierzu gehört die Origin des Wer-Terriers, die für den eigentlichen Plot zwar nicht von allzu großer Relevanz ist, aber dem Charakter mehr Tiefe verleiht. Eigentlich wird der Wer-Terrier mit dieser Story erst so richtig interessant, was bestimmt Robersons Intention war, als er diese Story geschrieben hat.

Sind wir so einmal wieder an die Serie herangeführt, geht auch schon der Spaß aus Band # 1 weiter. Die Handlung ist voller Wendungen und noch mehr Überraschungen, so dass wir eigentlich nicht wissen, was uns auf der jeweils nächsten Seite erwartet. Dabei nutzt Roberson ein Stilmittel, das so neu gar nicht. Er wechselt permanent, teilweise abrupt das Setting. So befinden wir uns mal im Café und nur wenige Panel weiter plötzlich bei den Vampiren. Das drückt nicht nur ordentlich aufs Erzähltempo, das aber wiederum durch die geschliffenen Dialoge wieder etwas herausgenommen wird. Das ist zurzeit schon etwas einmalig auf dem Comic Markt, der entweder von Serien beherrscht wird, die schnell erzählt werden und auch so ausgerichtet sind oder Serien, die einen allmählichen Handlungsaufbau bevorzugen. Roberson hat hier etwas Gegenläufiges gewählt. Das mag auf den ersten Blick verwirrend erscheinen, ist aber tatsächlich Bestandteil des Überraschungspakets.

Gwen steht dabei nach wie vor natürlich im Mittelpunkt und der Einfluss der Erinnerungen der Hirne, die sie zu sich nimmt, steht hier mehr im Vordergrund als in Band # 1. Hinzu kommt, dass sich bei ihr Erinnerungen vermischen. Wird sie über kurz oder lang doch zu einem hirnlosen Monster oder hat sie einfach nur etwas zu lang mit der Nahrungsaufnahme gewartet? Ich bin mir sicher, Roberson hat hier Antworten für uns.

Doch auch die Nebencharaktere finden nicht nur statt, sondern bekommen ihren Platz, so dass wir das Gefühl nicht los werden, dass Roberson uns hier noch einiges erzählen, was auch Einfluss auf den Haupthandlungsstrang haben wird.

Langsam, aber unaufhaltsam sicher, wie ein Auto, das sich einem unheilvollen Abgrund nähert, führt Roberson die Charaktere und damit auch die Parallelplots allmählich zusammen. Und genau da setzt dann der (zugegeben) clever gesetzte Cliffhanger ein. Doch gleichzeitig schmerzt der Cliffhanger ungemein, weil man doch am liebsten weiterlesen will.

Das Gesamtbild vervollkommnet Michael Allred, der für mich DER Newcomer der jüngeren Vergangenheit ist. Sein scheinbar reduzierter Strich legt viel Wert auf die Emotionen, die er den Charakteren meist über die Mimik ins Gesicht zaubert , gelegentlich aber auch über die Körperhaltung ausstrahlen lässt.

Das Gesamtkonzept dieser Serie ist auf einmalige Art sehr stimmig.

 

 

2 Gedanken zu “izombie # 2: Blutsauger

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