Secret Wars # 4 (von 9)

 Mit diesem Heft veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Secret Wars # 4 sowie Secret Wars Journal # 2. Mit der Ausgabe aus der Kernserie stellt Hickman das Verhältnis von Dr. Strange und Gottkönig Doom in den Vordergrund. Das Resultat ist ein bemerkenswerter Plot mit starken Charakterstudien.

Strange geht dabei weit über die Grenzen hinaus, die Doom ihm gesetzt hat oder setzen würde. Dies steht natürlich damit im Zusammenhang, dass Reed Richards wieder aufgetaucht ist. mit Mühe und wohl auch etwas Glück haben er und Helden wie Black Panther überlebt. Strange weiß, dass er Doom mit seinen Ansichten und seiner Handlungsweise provoziert und sieht doch keine Alternative. Dies ist konsequent, denn ein Dr. Strange wird zwar alles tun, um die Welt zu retten (und wenn es sein muss auch ein wenig mehr), aber er wird einem Despoten wie Doom nie auf Dauer uneingeschränkte Macht überlassen, wenn er es zu verhindern weiß. Der Schlüssel hierfür ist Reed Richards.

Gleichzeitig erfahren wir, wie Doom die Allmacht erlangt hat. Allerdings erfahren wir wiederum nur ansatzweise, dass Doom und Dr. Strange die Beyonder besiegt haben. Das „Wie“ geht noch ab, aber wird wohl noch nachgeliefert.

Nicht unwichtig sind die beiden Sequenzen, in denen Doom seine Macht demonstriert. Als Speerspitze dient die Auseinandersetzung mit Cyclops, der die Phoenix Macht beheimatet.

Ribic legt ein exzellentes Artwork vor. Wir haben das Gefühl, an stranges Innenleben unmittelbar teilzunehmen, weil er seine Mimik unglaublich intensiv in die Panels zaubert.

Die Story aus Secret Wars Journal # 2 ist in erster Linie makaber. Daredevil als Küchenchef in der Bar Sinister, der besonders exquisite Gerichte zubereitet und zugleich von Sinister versklavt ist, ist ein Plot, den man wohl nur schreiben kann, wenn man absolute künstlerische Freiheiten hat. Ansonsten würde solch eine Story sofort „out of Continuity“ gesetzt. Doch die Story ist bizarr genug, um zu gefallen, was aber primär am sarkastischen Ende des Plots liegt und der ohnehin komplexen Liebesgeschichte zwischen Daredevil und Elektra ein weites Kapitel hinzufügt.

Wieder einmal weiß Secret Wars zu überraschen und zu begeistern. Ich hoffe, Hickman geht bis zum Ende dieser Serie nicht die Luft aus.

 

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