Die Sputnik Jahre # 2: Ich bin der Anführer

 Auch mit der Fortsetzung seiner Sputnik-Jahre weiß Baru zu begeistern. Gori und Rene kämpfen um das Amt des Anführers bei den Kleinen. Dabei werden sie von den Großen von unterschiedlichen Jungs protegiert.

Der Kampf der beiden Kontrahenten wird von Baru ungemein lebendig geschildert, so dass wir das Gefühl haben, an den Kämpfen in den einzelnen Disziplinen teilzunehmen. Baru muss so etwas in seiner Jugend selbst erlebt haben. Ansonsten habe ich keine Erklärung, wie er das so lebendig und detailliert umsetzen kann.

Nach einem manipulierten Armdrücken ist das Bogenschießen der eigentliche Höhepunkt, der zugleich einen Wendepunkt in der Handlung darstellt. Da ist plötzlich durch das Erscheinen von Goris Vater ein politischer Beigeschmack, der aber perfekt in das Gesellschaftsbild der zweiten Hälfte der 50er Jahre passt. Der Kalter Krieg als politische Großwetterlage lässt grüßen, aber ist andererseits von Frankreich weit genug entfernt, um zumindest noch nicht das vorherrschende Thema zu werden. darüber hinaus befinden wir uns immer noch in der Welt der Jugendlichen.

Der Ausgang des Kampfes um den Titel des Anführers bleibt offen und in einer Schneeballschlacht taucht plötzlich das Mädchen wieder auf, so dass sich auch Goris Schwerpunktsetzung verschiebt. Auch dieser Kniff mit den kleinen Wendungen ist typisch für Barus Erzählweise und trägt nicht unwesentlich dazu bei, dass wir hier eine besondere Serie vorgelegt bekommen.

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