John Tiffany; Band # 1: Das Geheimnis des Glücks

John Tiffany John Tiffany kommt als Kopfgeldjäger eigentlich recht gut klar und genießt sein Leben, soweit ihm dies in seinem Beruf möglich ist. Doch alles ändert sich, als er feststellen muss, dass auf ihn ein Kopfgeld in höhe von 800.000 $ ausgesetzt ist. Doch damit nicht genug. Schnell wird ihm klar, dass ihn einer seiner 4 Freunde verraten haben muss.

Ist es Reverent Lovejoy, der ihm die liebe zu seinem Geld gelehrt hat, oder die geheimnisvolle Magdalena, die er vergeblich aus den Fängen eines Zuhälters befreien wollte, oder Wan Chao, ein Computer-Genie, das für ihn alle Informationen beschafft oder Dorothy Parker, mit der John zusammenarbeitet und die für ihn auch schon mal die Drecksarbeit erledigt.

Stephen Desberg ist ein profilierter Autor, der schon zahlreiche erfolgreiche Serien geschrieben hat. Hierzu zählen u.a. I.R.$, Empire U.S.A., Billy the Cat, Die Unsterblichen und zuletzt Golden Dogs.

Der Plot selbst nimmt Anleihen beim Crime Noir und ist doch etwas völlig Eigenständiges. John Tiffany ist nicht der Held, mit dem wir uns von Anfang an identifizieren. Hierfür ist sein Lächeln ein wenig zu selbstgefällig und sein Job zu anrüchig. Und doch hat dieser Typ irgendetwas, was ihn dann doch wieder sympathisch erscheinen lässt. Das liegt allein schon daran, dass er verfolgt wird und wohl einen Verräter im engsten Umfeld hat. Darüber hinaus ist er weder unbesiegbar noch unverletzlich. Zum Reiz dieser Serie, die zurzeit auf 4 Bände konzipiert ist, gehören natürlich auch die Nebencharaktere. Desberg führt die Charaktere ein, so dass sie für uns einen Wiedererkennungseffekt haben, aber dennoch immer noch ein Stück mysteriös bleiben. Dieser Ansatz, einen Verräter zu ermitteln, ergibt eine wunderbare Dynamik.

Lediglich von Dorothy Parker erfahren wir ein wenig mehr, so dass sie zumindest auf den ersten Blick als Verdächtige ausscheidet. Ihre Anleihen bei Sarah Palin werden erwähnt, aber sind definitiv auch ohne den Hinweis unübersehbar. Darüber hinaus ist ihre nicht einmal im Ansatz vorhandene „political correctness“ einfach köstlich – ebenso köstlich, wie ihr deus (oder in dem Fall dea) ex machina Auftritt.

Doch neben diesen Charakterisierungen gibt es wilde Verfolgungsjagden und noch wildere Schießereien. Diese werden von Dan Panosian, der schon für die großen US-Verlage gearbeitet hat, gekonnt und dynamisch in Szene gesetzt. Ferner besticht Panosian mit seinem Detailreichtum.

Der Cliffhanger ist gekonnt gesetzt und macht definitiv Lust auf die Fortsetzung.

 

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