Secret Wars Sonderband # 3: X-Men

SECRET+WARS+SONDERBAND+3%3A+X-MEN Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben X-Men ’92 # 1-4 sowie X-Tinction Agenda # 1-4. es handelt sich um 2 abgeschlossene Stories, die das derzeitige Event Secret Wars ergänzen.

Ich gebe es gerne zu, dass der Band mich erstaunt hat. Sims und Bowers müssen eine Menge X-Men Comics gelesen und die TV-Serie X-Men gesehen haben, um diese Story zu schreiben. Dabei verstehen sie es, den Spaß, den man an der Zeichentrickserie von Fox haben musste, mit den feinfühligen Darstellungen und Charakterisierungen eines Chris Claremont auf dem Höhepunkt seines Schaffens zu verbinden. Die Charaktere teilen sich den Lesern in Dialogen mit und gleichzeitig basiert auch der Plot auf diesen Dialogen, ohne dass im weitern Verlauf der Story die Action vernachlässigt würde.

Der Plot ist im besten Sinne als klassisch zu bezeichnen. Gambit und Rogue flirten munter miteinander und einfach drauf los. Gambit und Wolverine nehmen sich ständig auf die Schippe, während der Zwist zwischen Cyclops und Wolverine offenkundig ist und diese beiden Charaktere ihn auch offen und ohne Visier austragen. Selbst die schwelende Konkurrenzsituation um Storm und Cyclops wird angedeutet. Diese Referenzen machen Spaß, aber die Story zündet, auch ohne dass man als Leser über diese Vorkenntnisse verfügt. Dabei darf natürlich auch nicht fehlen, dass die X-Men in verschiedene Gruppen und Grüppchen zerfallen, deren Lektion regelmäßig ist, dass man gemeinsam am meisten erreicht.

Wenn wir denn so viel über Klassisches reden, dürfen natürlich klassische Feinde nicht fehlen. Diese bekommen wir mit Cassandra Nova und dem Shadow King auch präsentiert.

Secret Wars bietet den Rahmen. Doch dieser ist bei beiden Stories und insbesondere bei der zweiten Story dieses Bandes so weiträumig gesteckt, dass man sich als Leser fast schon zwangsweise daran erinnern muss, dass wir uns auf der Battleworld befinden.

Guggenheim erzählt die Secret Wars Variante der X-Tinction Agenda, deren ursprüngliche Story vor rund 25 Jahren erzählt wurde. Die Story selbst ist sehr von den Charakteren geprägt und gesteuert. Dabei setzt Guggenheim primär und erfolgreich auf den Faktor „Emotionen“, über die er uns die Charaktere näherbringt und so auch den Plot aufbaut.

Gegen Ende der Story wird allerdings durchaus transparent, wie geschickt Guggenheim das Secret Wars Szenario zu seinem Vorteil nutzt. Dies ist durchaus Futter für den intellektuellen Anspruch von Fans der Mutanten und sorgt nebenbei auch für gute Unterhaltung.

Dieser Sonderband hat durchaus das Potential, mittelfristig als Klassiker des Mutanten Universums gehandelt zu werden.

 

 

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