Avengers # 34 (Secret Wars Tie In)

AVENGERS+34 Mit diesem Heft veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Secret Wars 2099 # 5 sowie Civil War (2015) # 1.

Bei dem vorliegenden Heft handelt es sich um eine extra-dicke Ausgabe mit 60 Seiten. Gleichzeitig wird die Miniserie Secret Wars 2099 abgeschlossen.

Die Abschlussnummer der Secret Wars 2099 ist ein Paradebeispiel dafür, dass es kein Problem für einen guten Autoren ist, eine lesenswerte Story zu entwerfen, aber dass es durchaus ein Problem sein kann, sie zu einem ebenso guten und spannenden Abschluss zu führen.

Was mich an dieser Ausgabe gewundert hat, ist, dass Roberta Mendez aufwändig als Captain America aufgebaut wurde. Glaubhaft wurde ihr innerer Konflikt als eine Heldin geschildert, die selbst nichts von ihrer Geheimidentität weiß und so quasi ausgenutzt wird. Gerade der Cliffhanger der Ausgabe # 4 hat eigentlich versprochen, dass dies in der Schlussnummer aufgearbeitet wird. Stattdessen wird dies jedoch nur angerissen. Peter David nutzt die ihm zur Verfügung stehenden Seiten, Martin Hargood als Baron Mordo und mit einem Dweller, einen übermächtigen Dämon, zu etablieren. Selbst der Konflikt zwischen Miguel Stone und seinem Vater wird nahezu beiläufig abgewickelt. Schade! Aber um nicht missverstanden zu werden: Auch diese Ausgabe bietet immer noch solide Unterhaltung. Die Ansätze der Story haben einfach nur mehr versprochen als die Schlussnummer gehalten hat.

Marvel hat uns in den letzten Jahren das eine oder andere Crossover präsentiert. Und nicht alle davon haben das gehalten, was sie versprochen haben, teilweise waren sie enttäuschend oder gar belanglos.

Das letzte herausragende Event war Civil War. Auch dies wurde seinerzeit nicht immer mit Lob überschüttet, aber im Rückblick muss man einfach einräumen, dass es das letzte Event war, was wirklich Wirkung und Spuren hinterlassen hat. Dies lag wohl nicht zuletzt daran, dass neben der Hauptserie auch unglaublich packende Nebenstränge von Autoren wie Guggenheim, Jenkins und Straczynski erzählt wurden.

Wenn denn also eine Story Civil War genannt wird, ist dies auch so etwas wie ein Qualitätsversprechen und schon liegt die Messlatte hoch.

Nahezu erleichtert war ich, dass mich die Ausgabe begeistert hat. Tony und Steve sind nach wie vor unversöhnlich, Amerika ist geteilt, was mich ein wenig an den Vertigo Klassiker DMZ erinnert hat, und wir haben einen geheimnisvollen, unbekannten Attentäter. Mehr möchte ich dazu gar nicht verraten.

Hinzu kommt mit Peter Parker und MJ sowie ihrer gemeinsamen Tochter, die sich seit Jahren nicht gesehen haben, eine persönliche und tragische Komponente hinzu, die noch durch Miriam Sharpe als Symbolfigur der Aussöhnung erhöht wird.

Gerne hätte ich weitergelesen, aber leider ist auch eine extra-dicke Ausgabe irgendwann mal ausgelesen. Es wird schwierig, die Fortsetzung ohne heruntergekaute Fingernägel abzuwarten.

 

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