Fairest # 6: Der Schrei nach Zauberei

FAIREST+6%3A+DER+SCHREI+NACH+ZAUBEREI Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben # 27-33. Gleichzeitig handelt es sich um den Abschlussband dieser Serie.

Erst kürzlich wurde ja mit Band # 26 die Kernserie Fables beendet. Folglich liegt es auf der Hand, dass auch das Spin-Off Fairest dem Ende entgegengeht.

Für eingefleischte Fables Leser ist es durchaus nichts Außergewöhnliches, dass Geschehnisse aus der Vergangenheit aufgegriffen werden, um daraus eine neue Story zu spinnen. So geschieht dies auch im vorliegenden Band. Einst hat Prince Charming den Bewohnern der Farm einen Zauber versprochen, der ihnen eine menschliche Identität verleiht und so den Zugang zur Welt der „Normalos“ gewährt. Natürlich ist dieses Wahlversprechen nicht einzuhalten, das dennoch von den Bewohnern der Farm eingefordert wird. Rose Red erwirkt in Verhandlungen mit der 13. Etage, das 5 Zauber hergestellt werden, die in einer Lotterie verteilt werden sollen.

Natürlich läuft das bei den Fables nicht nach Plan und es kommt zu zahlreichen Verstrickungen, die auch dadurch befeuert werden, dass Reynard, der als Fuchs auch über eine menschliche Identität verfügt, immer wieder über seine Abenteuer in der Welt der Normalos prahlt und so viel Neid erzeugt.

Buckingham und Willingham legen eine sensationelle Story vor, die voller wunderbaren Ideen und kuriosen Wendungen ist, vor. Dabei fehlt auch nicht der Schuss Ironie, den die Fables Abenteuer oft auszeichnet. Und damit spiele ich nicht nur auf die Tatsache an, dass wir uns zufällig parallel im US-Wahlkampf befinden, sondern primär ziele ich darauf ab, dass Reynard den Helden geben will, den er in seinen prahlerischen Erzählungen vorgibt, zu sein, und dabei zumindest zunächst grandios scheitert. Dass sich dann dies doch noch ändert, liegt dann daran, dass er Verantwortung übernimmt. Das ist ein Stilmittel, das wir in zahlreichen anderen Stories so oder in ähnlicher Form vorfinden. Doch darum geht es hier nicht. Es macht einfach Spaß zu lesen, wie Willingham und Buckingham die Charaktere definieren, sie dann einfach laufen lassen und sie so schließlich entwickeln zu lassen. Auch dies ist typisch für Fables, denn zumeist ist der Plot charaktergetrieben – so auch hier.

Die Verwicklungen um die Lotterie entwickeln sich als Krimi um einen gestohlenen Zauber. Dabei ist der Täter so offensichtlich, dass man als Leser lange zweifelt, ob er denn nun wirklich der Dieb ist. Auch hier spielt einmal mehr der traditionelle Schuss Ironie eine nicht unwichtige Rolle.

Schließlich werden für das Finale die beiden Handlungsstränge zusammengefügt und gemeinsam aufgelöst. Auch dies ist einfach auf höchstem Niveau erzählt, weil Action und Machenschaften in einem gesunden Verhältnis stehen.

Die abschließende Story des Bandes stellt noch einmal Goldilocks in den Vordergrund und schildert die Vorgeschichte zu Band # 4 von Fairest.

Der Abschlussband von Fairest stellt noch einmal unter Beweis, dass Fables samt seiner Spin Offs ein außergewöhnliches Phänomen in der Comic Welt darstellt.

 

 

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