Guardians of the Galaxy & Die neuen X-Men: Jean Grey unter Anklage

GUARDIANS+OF+THE+GALAXY+%26+DIE+NEUEN+X-MEN%3A+JEAN+GREY+UNTER+ANKLAGE+SOFTCOVER GUARDIANS+OF+THE+GALAXY+%26+DIE+NEUEN+X-MEN%3A+JEAN+GREY+UNTER+ANKLAGE+LIM.+HARDCOVER+COMIC+SALON+ERLANGEN Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben All New X-Men # 22-24 sowie Guardians of the Galaxy # 11-13.

Eine der größten und bis heute bedeutendsten Storylines, die je für die X-Men geschrieben wurden, war und ist zweifelsohne die Phoenix Saga. Dabei haben sich die Shi’Ar schon immer als Wächter über die Phoenix macht definiert.

Einleitend ist so auch die Basis zur Handlung dieses Bandes zu verstehen. Und das Gute daran ist, dass man auch als unbedarfter Leser der X-Men nicht sehr viel mehr an Vorwissen benötigt, um in diese lesenswerte Story einzusteigen – außer, dass sich die Phoenix Macht Jean Grey ausgesucht hat, um vernichtend und verwüstend tätig zu werden.

Ein Crossover zwischen den Guardians und den neuen X-Men wird allein schon dadurch erleichtert, dass Bendis der aktuelle Autor beider Serien ist und diese absolut für sich adaptiert hat. Dadurch gibt es auch zwischen den Serien keinerlei Nahtstellen, was den Lesegenuss erhöht.

Der Band lebt primär von seinen zahlreichen Twists und dem Zusammenspiel der Charaktere, insbesondere bei den teamübergreifenden Momenten.

Die Shi’Ar starten einen Überraschungsangriff und entführen Jean Grey, die sie vorab für etwas verurteilen wollen, was sie als Phoenix noch verüben wird. Dies steht im Kontrast zu der Szene zuvor, in der sich Jean und Scott streiten und der bedauernswerte Warren zwischen ihnen sitzt und sich viel lieber über Burger unterhalten würde. genau dies sind die Szenen, mit denen Bendis berühmt wurde und deren Klaviatur er wohl beherrscht wie kaum ein anderer.

Die Story knirscht für mich ein wenig an der Stelle, an der Kitty Pryde ahnungslos erscheint, warum sich die Shi’Ar Jean gegriffen haben. Ich schätze sie als zu verwurzelt mit den X-Men und deren Geschichte ein, um das Vorgehen der Shi’Ar nicht verifizieren zu können.

Nicht untypisch für Bendis ist es, eine Story von 2 Seiten zu erzählen. So erzählt Guardians of the Galaxy # 11 den Plot aus All-New X-Men # 22 aus einer anderen Perspektive.

Das eigentlich erstaunliche ist Bendis‘ Umgang mit den zahlreichen Charakteren. Fast jeder hat und findet seine Stimme bzw. trägt an der einen oder anderen Stelle dazu bei, die Story zu erzählen bzw. weiterzuentwickeln.

Stuart Immonen und Sara Pichelli liefern beide ein meisterhaftes Artwork ab. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich nie ein besseres Artwork von Pichelli zuvor gesehen habe und ich durfte schon einiges von ihr bewundern.

Bendis legt seine Story insgesamt so geschickt an, dass sowohl Fans der X-Men, als auch Fans der Guardians ihre Momente finden und haben werden. Dies ist bei dieser Menge an Charakteren eine Leistung, die man kaum genug würdigen kann.

Dieses Crossover ist in sich ungemein stimmig und findet am Ende noch einmal einen Höhepunkt, als Cyclops eine flammende Rede hält, die erheblichen Einfluss auf den Status quo der neuen X-Men hat.

Anlässlich des Comic Salons Erlangen wird ein auf 333 Exemplare limitiertes Hardcover veröffentlicht (rechte Abbildung).

 

 

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