X-Men # 1: Zuflucht

X-MEN+1 X-MEN+1+Variant Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Extraordinary X-Men # 1-5. Gleichzeitig handelt es sich sowohl um die Premiere von Jeff Lemire bei Marvel, als auch um die ersten X-Men Stories im brandneuen Marvel-Universum.

Jeff Lemire hat uns in den letzten Jahren mit sehr unterschiedlichen Publikationen wie sein autobiografisches Essex County, Sweet Tooth (bei Vertigo) oder auch Superboy, Animal Man, Frankenstein – Agent of SHADE oder auch Green Arrow. Bei all diesen Serien handelt es sich zunächst einmal um solo-Serien, so dass fast schon zwangsläufig ein Restzweifel aufkommt, ob er auch Team-Serie kann. Doch schon nach den ersten Seiten dürften diese Zweifel beseitigt sein. er nähert sich den X-Men auf recht geschickte Art und Weise, indem er zunächst einmal Storm als neue Anführerin der Mutanten eindeutig in den Vordergrund rückt. Über sie nähert er sich dann den X-Men als Team. Dies tut er ungemein intensiv. Dabei gelingt es ihm, die Charaktere teilweise mehrstufig anzulegen oder zumindest so in den Plot einzubauen, dass sie ihren Teil zum Spannungsbogen unmittelbar beitragen.

Das eigentliche Kunststück besteht aber darin, dass Lemire unmittelbar an die Ereignisse aus dem Marvel NOW! Universum anschließt, aber doch auch potentiellen Neulesern einen Einstieg ermöglicht. Der Schlüssel hierfür liegt wiederum in Storm, die uns den Status Quo der Mutanten nach und nach näherbringt.

Lemire folgt dann auch einer weiteren Tradition aller Autoren. er darf sich sein Team selbst zusammenstellen und weiß damit zu überraschen. Doch noch wichtiger als die Zusammensetzung der X-Men selbst ist die Art, wie insbesondere 2 Mitglieder zu den X-Men zurückkehren. Dies schildert Lemire voller Turns und auch Selbstzweifel, wie sie den X-Men oft zu Eigen sind. Ferner wird auch klar, dass die Mutanten einmal mehr um ihr Überleben kämpfen und dabei alle Register ziehen müssen.

Vor dem Hintergrund einer bevorstehenden Verfilmung der Inhumans, die im MCU das Mutantenuniversum ergänzen, ist es dann auch nicht überraschend, dass es wohl Lemires Auftrag ist, Inhumans und Mutanten einander näherzubringen. mit Mr. sinister, dem perfiden Meister der Gen-Forschung hat er dann auch den hierfür passenden Schurken parat.

Von diesem begeisternden Plot lässt sich offenbar auch Humberto Ramos anstecken, der hier seine beste Arbeit seit einigen Jahren abliefert.

Ohne Zweifel sind die Extraordinary X-Men im brandneuen Marvel-Universum angekommen.

Von dieser Ausgabe hat Panini eine auf 333 Exemplare limitierte Variante (rechte Abbildung) veröffentlicht.

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