Spider-Gwen # 2: Von allen gejagt

SPIDER-GWEN+2 SPIDER-GWEN+2+VariantMit diesem Band veröffentlicht Panini Spider-Gwen # 1-6. Es ist definitiv von Vorteil, dass auch in der zweiten Staffel Spider-Gwen vom selben Kreativ-Team wie bisher geschrieben und gezeichnet wird.

Es ist erstaunlich, was dieser Band inhaltlich zu bieten hat.  Dies funktioniert natürlich deswegen, weil mit dem ersten Band hervorragende Aufbauarbeit geleistet wurde, worauf Latour nun aufbauen kann.

Voranschicken sollte man, dass die hier erzählten Ereignisse vom Event Secret Wars völlig unbeeinflusst sind. Sonst würde das ganze Gebilde auch nicht funktionieren. Womit wir nicht wirklich rechnen durften, ist, dass dieser Plot noch weitaus intensiver ist als der erste Run. Wir erfahren ein wenig mehr über die Ereignisse auf Erde-65, über Peter Parkers Tod und vor allem über Harry Osborn.

Latour spielt mit den bekannten Elementen und Versatzstücken aus dem Spider-Man Universum, stellt diese in einen neuen Kontext und erschafft so etwas Neues, frisches und Lebendiges. Sämtliche Charaktere, die Latour reflektiert, sind und wirken ungemein lebendig und lebensnah. Besonders intensiv schildert er das Vater-Tochter-Verhältnis zwischen Gwen und George Stacy, aber auch das Verhältnis zwischen Gwen und Harry. Zwischen ihnen steht auf dem Höhepunkt der Handlung „nur“ eine dünne Latexmaske, die aber unüberwindbar erscheint. Die Annäherung von Gwen und George erfolgt dagegen glaubhaft, also nicht nach einem Gespräch, sondern langsam und doch kontinuierlich.

Dass wir mit dem Plot so gut zurechtkommen, liegt auch daran, dass Latour Charaktere wie Frank Castle oder auch Jean DeWolff verwendet.

Gleichzeitig belässt er aber Bekanntes, so wie wir es schon seit Jahren aus Spider-Man kennen. Hierzu zählen beispielsweise die Unvereinbarkeit zwischen Superhelden- und Privatleben oder auch Fehlfunktionen der Netzdüsen.

Ungemein intensiv ist auch das Gespräch zwischen Jessica Drew und Gwen, in dem sie über Peter Parker, aber auch ihr Superheldendasein reflektieren.

Die vorletzte US-Ausgabe dieses Bandes kommt gänzlich ohne Gwen aus, aber ist doch ungemein wichtig für den Plot. Wir erfahren mehr über den hier teuflischen Matt Murdock, der natürlich nicht der Kingpin ist, sowie über Frank Castle.

Robbi Rodriguez liefert für diesen Plot ein nahezu perfektes Artwork ab, weil er das Erzähltempo mit seiner Panelarchitektur und seinen Layouts nahezu perfekt steuert.

Latour und Rodriguez liefern auch mit ihrem zweiten Band eine herausragende Arbeit ab, die neben altgedienten Spider-Man Leser auch Neuleser begeistern wird.

Neben der regulären Ausgabe veröffentlicht Panini ein auf 333 Exemplare limitiertes Variant.

 

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