Namibia: Episode # 1

 Rodolphe und Leo blicken bereits jetzt auf ein großes Portfolio zurück. Neben dem Planeten Zyklus, Aldebaran, Betelgeuze und aktuell Antares, veröffentlicht der Splitter Verlag nach Kenya, das noch bei Epsilon erschien, mit Namibia nunmehr die nächste Serie aus dem Afrika Zyklus.

Rodolphes und Leos Wirken hat stets die eine Gemeinsamkeit gehabt – die Erforschung des Unbekannten und Mysteriösen, das sich meist in der Flora und Fauna spiegelt bzw. findet. Auch der vorliegende Band greift auf dieses bewährte Konzept zurück und weiß mit einem spannenden Plot zu unterhalten.

Da sich Leo und Rodolphe diesmal Ende der 1940er Jahre auf der Erde befinden, installiert das Autoren Duo eine zweite Handlungsebene, die einen historisch-politischen Background hat. Diese beiden Handlungsstränge werden zusehends verwoben und münden in einem genial gesetzten und daher fiesem Cliffhanger. Den historisch-politischen Background möchte ich an dieser Stelle nicht preisgeben, aber Rodolphe und Leo haben mit Namibia nicht umsonst eine ehemals deutsche Kolonie als Schauplatz ausgewählt. Gleichzeitig entwickelt sich der Plot so vom Spionage Thriller zu einer SciFi Story.

Mit Episode # 1 liefern Rodolphe und Leo routiniert und gekonnt das ab, was man vom Premierenband einer Serie erwarten darf. Viele Fragen werden gestellt und Charaktere eingeführt. Hieraus bildet sich eine ungewöhnliche Gemeinschaft, die den seltsamen Vorkommnissen in Namibia auf den Grund gehen soll. die britische Geheimagentin Kathy Austin kennen wir schon aus dem Kenya Zyklus. Nicht zufällig sieht sie Kim Keller ähnlich. Auch Ihr wird Major Bowley zur Seite gestellt. Dieser ist politisch so inkorrekt, dass er fast schon parodistische Züge hat. Als Rassist in Reinkultur beschimpft er die Einheimischen als „Neger“ und hält sie auch für minderbemittelt. Kathy erinnert ihn mit kleineren Nadelstichen immer ein wenig daran, dass er nicht umsonst nach Namibia strafversetzt wurde. Durch den UNO Mitarbeiter Robert McDonald wird das Trio vervollständigt und natürlich ist er zum Missfallen des Majors afro-amerikanischen Ursprungs. Allerdings bin ich mir sicher, dass McDonald ebenso wenig ein simpler UNO-Mitarbeiter ist, wie Kathy Austin Bohrgerätschaften verkauft, wie sie zur Tarnung ihrer geheimdienstlichen Tätigkeit vorgibt.

Es mag überraschen, dass Leo diesmal nicht selbst zeichnet. Dies hat Bertrand Marchal übernommen, der aber Leos Stil bis zur Perfektion imitiert.

Namibia ist der mehr als nur gelungene Auftaktband des nächsten SciFi Epos aus dem Hause Rodolphe und Leo.

Der Splitter Verlag hat sich bei der auf 5 Teile ausgelegten Serie für eine monatliche Veröffentlichungsweise entschieden. Dadurch wird dann auch der Cliffhanger nicht mehr ganz so „fies“.

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