Trigan # 5: Eroberungspläne

TRIGAN+BAND+5 Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die Episoden Die Herrschaft von Kaiserin Thara sowie Der Herr über Leben und Tod.

Butterworth und Lawrence laufen mit diesen beiden Stories zu bisher noch nicht erreichten Höhen auf.

Verrat und Intrige ist ja durchaus ein Leidthema bei Trigan. Dass dabei Trigo auch schon mal die Herrschaft verliert und erst wieder an sich reißen muss, ist auch ein bekannter Ansatz.  Was jedoch an der Story neu und faszinierend zugleich ist, ist, dass diesmal bei der Episode Die Herrschaft von Kaiserin Thara Frauen in der an sich patriarchalischen Gesellschaft Trigans eine immense Rolle spielen. Da haben wir zunächst Thara, die durchaus dem Hause Trigo entstammt.

Auch Salvia, Periks Tochter, die hier als Kontrast zu Thara fungiert, agiert diesmal eben nicht nur als Heilerin im Background, sondern agiert an vorderster Front.

Auch der Stamm der Amazonen, der die Population des Planeten Elekton um ein weiteres Volk erweitert, wird hier eingeführt. Dies geschieht eigentlich mit so viel Aufwand, dass man als Leser eigentlich darauf wartet, dass Butterworth in den künftigen Episoden noch einmal auf sie zurückgreifen wird.

Ferner erleben wir verschiedene Anleihen, der sich Butterwort auf charmante Art und Weise bedient. Die Szene, in der Salvia Almara, die Herrscherin der Amazonen, vor dem sicheren Tod rettet, ist klar Mary Shelleys Frankenstein entliehen. Schmunzeln musste ich auch, als Salvia das „Trigan Lied“ anstimmt, um so mittels Trigos Antwort, ihn auf einem Piratenschiff zu finden, erinnert spontan an die Szene aus Der Mann, der zu viel wusste mit Doris Day.

Auch ein bekanntes Instrument Butterworth‘ ist, dass Wissenschaft mit eher primitiver Technik verknüpft wird. Gerade in diesen Sequenzen kann sich Lawrence so richtig austoben.

An der einen oder anderen Stelle klemmt der Plot ein wenig bzw. poltert Butterworth über ein paar Begebenheiten hinweg. Doch Story und Artwork ist insgesamt viel zu gut, damit dies insgesamt zu irgendwelchen Abwertungen führen würde. Das Seemonster, das aus dem Nichts das Piratenschiff, auf dem Trigo als Rudersklave gehalten wird, hat schon was von einem deus ex machina Auftritt. ich bin mir aber auch sicher, dass bei der originären Veröffentlichungsweise der Story von 2 Seiten pro Woche diese scheinbaren Ungereimtheiten gar nicht auffallen.

Die zweite Story mutet schon wie eine Parabel des Wettlaufs der Amerikaner und Russen zum Mond an. Thulla selbst erliegt nicht zuletzt der eigenen Gier, die keine Grenzen kennt und sogar dahin führt, dass er sich zu einer Art Gottkaiser aufschwingt.

Mit diesem Band überzeugt Panini mit einem erweiterten Umfang von 84 Seiten.

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