Descender # 2: Maschinenmond

Descender Bd. 2: Maschinenmond Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Splitter die Kapitel # 7-11 der Image Serie, die wiederum den US-Ausgaben # 7-11 entspricht.

Lemire macht vieles anders als in Band # 1 und doch wird dem Leser vieles, wenn nicht fast alles, vertraut vorkommen.

Für mich ist es nach wie vor erstaunlich, wie Lemire emotional mit seiner Story abholt und auf seine Reise durch das United Galactic Council und so durch die Story mitnimmt. So landen Tim-21 und seine Gefährten auf dem Maschinenmond. Natürlich sind die Menschen dort keine gefangene, sondern Gäste mit einem eingeschränkten Bewegungsfreiraum. Auf diesem Niveau bekämpfen sich Telsa und Psius, der Sprecher des Maschinenmondes, mit scharfer diplomatischer Klinge. Tatsächlich kämpfen Telsa und Quon schon jetzt ums Überleben, obwohl sie physisch noch nicht bedroht wurden.

Wir erfahren auch mehr über den Kopfgeldjäger, der Tim-21 so konsequent folgt. Seine Identität wird uns relativ schnell bewusst. Was uns noch fehlt und in diesem Band noch nicht enthüllt wird, ist seine Motivation, Roboter zu „schrotten“. Offensichtlich ist es nicht allein der finanzielle Anreiz.

Überhaupt tut Lemire das, was man gemeinhin als Leser von einem zweiten Storybogen erwarten darf. Die Handlung wird verfeinert, wir erfahren mehr über die verschiedenen Akteure und selbstverständlich wird die Handlung auch fortgesetzt. Dabei ist jeder Nebenstrang spannend erzählt, was wirklich erstaunlich ist. Lemire versteht es, wie nur wenige seiner Kolleginnen und Kollegen, die Nebenstränge so einzubinden, dass ihr Verhältnis zur Kernstory erkennbar ist und doch weiß er dabei zu überraschen.

So schließt der Band mit einem der genialsten, aber auch gemeinsten, Cliffhanger, die ich seit langer Zeit in einem Comic vorfinden durfte.

Dustin Nguyen liefert mit seiner Aquarelltechnik ein Artwork ab, das außerhalb jeder Kritik steht und einfach nur Bewunderung verdient.

Descender ist zurzeit eine der absolut belasten SciFi Serien auf dem Markt. Doch auch nicht eingefleischte SciFi Fans brauchen keine Berührungsängste zu haben. Dafür ist der Plot einfach zu gut erzählt. Es reicht also völlig aus, wenn man Spaß an gut erzählten Stories hat.

Ein Gedanke zu “Descender # 2: Maschinenmond

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