Spider-Man: Web Warriors # 1: Wächter des Netzes

SPIDER-MAN%3A+WEB-WARRIORS+1+ SPIDER-MAN%3A+WEB-WARRIORS+1+VARIANT Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Amazing Spider-Man 2015 (Teil V). Als Folge aus der  Spider-Verse Saga ist aus den überlebenden Spider „People“ der verschiedenen Universen eine Art Eliteeinheit entstanden. Diese versucht das Multiversum zu beschützen.

Eine Spider-Serie, die gänzlich ohne Spider-Man auskommt und sie funktioniert bestens –  wie läuft so etwas?

Costas Konzept ist grundsätzlich leicht zu durchschauen. Er nimmt einen Charakterzug Spider-Mans, so wie wir ihn kennen und verknüpft ihn mit einem Teammitglied der Web Warriors. So übernimmt Spider-UK die Führungsrolle, während der Fan Liebling Spider Gwen den typischen Draufgänger gibt. Überhaupt darf man als Leser davon ausgehen, dass Costa sehr viele Spider-Man Stories geschrieben hat, denn er reichert den Plot und die Charaktere mit allem an, was eine gute Spider-Man Story ausmacht. Allerdings deutet er das Privatleben der Web Warriors bestenfalls an. Bei den meisten Charakteren wird es allerdings nicht mal gestreift. Ob dies geschehen wird, weiß ich auch nicht. Ich setzte aber ein wenig darauf, dass Costa seine Serie auf Sicht konzipiert hat und wir auch hier vielleicht noch die eine oder andere Überraschung erleben dürfen.

Hinzu kommen mit Spider-Girl eine Figur, die durchaus bekannt ist. Noch bekannter dürfte allerdings „Mayday“ Parker sein, die von Tom DeFalco für eine What If Ausgabe konzipiert wurde und in der Folge in eigenen Serien auf über 100 Ausgaben kam, bevor die Serie leider eingestellt wurde. Für meinen Geschmack kommt sie auch in dieser Ausgabe ähnlich wie in der Spider-Verse Ausgabe etwas zu kurz. Doch das soll es auch schon mit negativen Anmerkungen gewesen sein.

Ich mag den Ansatz, dass das Netz der Spinnen gegen verschiedene Electros, die auch wiederum eine Art von Netz bilden, antritt. Dank der häufigen und doch flüssigen Szeneriewechsel hält Costa das Erzähltempo hoch, ohne dabei zu überziehen oder gar gehetzt zu wirken. Dabei greift er auch auf 2-3 völlig überraschende Twists zurück, die nicht nur in jeder Hinsicht gut getimt sind, sondern den Plot bereichern.

Dabei ist Costa clever genug, auf den letzten Seiten das Potential für die Fortsetzung dieser Serie anzulegen.

Somit können wir von einem mehr als nur gelungenen Debut der Web Warrios reden, die mit diesem Band im brandneuen Marvel Universum angekommen sind.

Freilich setzt Costa auf den Fun- bzw. Unterhaltungsfaktor. Dies macht er aber so gut, dass es einem unmöglich macht, diese Serie nicht zu mögen. Das Fundament für eine erfolgreiche ongoing Serie ist also gesetzt.

Neben der regulären Ausgabe hat Panini auch eine auf 333 Exemplare limitierte Variant Ausgabe (rechte Abbildung) veröffentlicht.

 

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