Ms. Marvel # 1: Superberühmt

MS.+MARVEL+1 MS.+MARVEL+1+VARIANT Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Ms. Marvel (2016) # 1-6. Gleichzeitig erhält diese wunderbare Serie Einzug ins brandneue Marvel Universum. Als ich diesen Band aufschlug, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass G. Willow Wilson noch einmal die Form der letzten Bände erreichen könnte. Hat sie dann auch nicht, stattdessen hat sie noch einmal ordentlich zugelegt.

Willow Wilson baut auf dem Fundament ihrer Vorgängerbände auf und schafft zwei zunächst voneinander unabhängige Stories, die dann doch wieder wie eine Soap Opera eng miteinander verwoben sind.

Die ersten 3 Stories des vorliegenden Bandes betonen Kamalas Identität als Ms. Marvel, als Superheldin. Mit einem Hauch von Gesellschaftskritik schildert, wie eine hippe Immobilienfirma Jersey City Zug um Zug luxussanieren will und so die Bürger, die sich das nicht mehr leisten können, vertreiben. hinter dieser Immobilienfirma steht freilich eine Organisation, die uns Lesern nur allzu bekannt ist. Einen höchst interessanten Nebenkriegsschauplatz eröffnet Willow Wilson dadurch, dass diese Firma mit dem Gesicht von Ms. Marvel wirbt, die damit nicht nur in Misskredit bei der übrigen Bevölkerung gerät, sondern auch dadurch persönlich betroffen ist. Gleichzeitig möchte und muss sie ihren Verpflichtungen als Rächerin, als Schülerin und als Familienmitglied nachkommen. So schildert Willow Wilson nachvollziehbar, wie Kamala immer mehr ins Schlingern gerät und zwar alles Mögliche tut, aber auch nichts richtig. Dies ist im besten Sinne witzig, und Willow Wilson organisiert meisterhaft ein Chaos um Kamala.

hinzu kommt, dass ihr bester Freund Bruno plötzlich in einer Beziehung ist, was Kamala zusätzlich belastet. Willow Wilson vereint also an dieser Stelle meisterhaft Elemente einer Superheldenstory mit Elementen einer Teenie Soap, ohne ins Kitschige abzurutschen. Folglich hält sie das hohe Niveau der Vorgängerserie und steigert es noch einmal. Darüber hinaus baut Willow Wilson mehrere Subplots bzw. Erzählebenen ein, die im Bezug zur Hauptstory stehen, aber auch jederzeit zur Hauptstory werden können.

Der zweite Teil des Bandes dreht dann gekonnt die Vorzeichen um. Sie nutzt die Vorgaben der ersten 3 Teile und stellt nunmehr das Privatleben Kamalas, das natürlich von ihrer Superheldenidentität beeinflusst wird, in den Vordergrund. Auch dieser Turn ist voller Witz und Willow Wilson operiert gerade hier mit viel Wortwitz, aberwitzigen Turns und Teenagern, die aufgrund mangelnder Erfahrungen eben auch mal Mist bauen und damit letztenends überfordert sind.

Wenn denn jemand eine Superheldenserie sucht, die sich von den übrigen unterscheidet, ist er bei Ms. Marvel an der richtigen Stelle angekommen.

Neben der regulären Ausgabe hat Panini auch eine auf 222 Exemplare limitierte Variant Ausgabe (rechte Abbildung) veröffentlicht.

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