John Constantine – The Hellblazer # 2: Dämonen-Pakt

CONSTANTINE%3A+THE+HELLBLAZER+2 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Constantine – The Hellblazer # 6-13. Gleichzeitig handelt es sich um den Abschlussband dieser Serie.

Hellblazer war die Serie, die bei Vertigo über lange Zeit überzeugte und bei vielen Arcs sogar zu begeistern wusste.

John Constantine ist ein Magier, ein Anti-Held, ein Kettenraucher, der auch dem einen oder anderen Gläschen nicht abgeneigt ist und ein gnadenloser Egoist. Kurzum er ist politisch so inkorrekt, dass dieses Wort für ihn erfunden werden müsste, wenn es dieses nicht schon gäbe.

Dennoch oder gerade deswegen ist Constantine auch ein Sympathieträger, vielleicht weil er sich ständig so benimmt, wie wir das auch wenigstens bisweilen mal gerne tun würden. Dieses Antihelden Image hatte er in der letzten Serie, die ihn im Rahmen der New 52 aus dem Vertigo Label herauslöste und ihn ins New 52 Universum einfügte, ein wenig verloren gegangen. Dabei meine ich nicht einmal gravierende, sondern vielmehr graduelle Glättungen, auf die der gemeine Comic Leser dennoch sensibel reagiert hat.

Mt Ming Doyle und James Tynion IV verfügt diese Serie nun aber über ein Autoren Duo, das das gute, alte Vertigo Feeling zurückbringt. Constantine zockt, riskiert und beugt Regeln der Magie allerdings nicht nur zu seinem eigenen Vorteil. Sein innerer Zwist zwischen Resignation und wiederaufkeimendem Kampfgeist ist eines der zentralen Themen des Plots, der New York an einem Abgrund sieht. Wie also Constantine New York vor dem bösen Dämonen, Lord Neron, zunächst kuscht und ihn dann natürlich doch auf seine ganz spezielle Art besiegt, ist großes (Comic) Kino. Dabei ist seine Motivation nicht einmal egoistischer Natur, sondern basiert auf Schuldgefühlen gegenüber seinem Lover, dessen beide Töchter von der nicht minder bösartigen Dämonin Blythe entführt wurden.

Ein weiterer Twist bringt das Bündnis, das Constantine notgedrungen mit dem dubiosen Papa Midnite eingehen muss und der dem Begriff „Egoismus“ ein völlig anderes Level verleiht. Spaß macht auch die Anspielung, dass Constantine an einen Musiker erinnert. Tatsächlich war der Hellblazer ursprünglich optisch an Sting orientiert.

Fast schon erleichtert dürfen wir lesen, dass der Sieg Constantines einen bitteren Beigeschmack hat.

Es bleibt da nur noch zu hoffen, dass  der Hellblazer auch im Rahmen der Rebirth des DC Universums eine neue Chance erhält.

 

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