Spider-Man: Göttliche Gnade

SPIDER-MAN%3A+G%C3%96TTLICHE+GNADE+SOFTCOVER SPIDER-MAN%3A+G%C3%96TTLICHE+GNADE+HARDCOVER Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben The Amazing Spider-Man 1.1-1.6. Jose Molina legt eine völlig außergewöhnliche Spider-Man Story vor.

Ohne Frage ist Peter Parker ein Mann der Wissenschaft und das schon von Anfang an. mit dem Glauben hat er so seine Schwierigkeiten, obwohl es sich zum roten Faden dieser Story entwickelt, dass es zwischen Himmel und Erde mehr Dinge gibt als wir glauben.

Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass diese Story Spider-Man nach Harlem führt, einem Stadtteil des Big Apple, der seine eigenen gesetzte hat. Normalerweise schaut hier Luke Cage nach dem Rechten, aber die Umstände verwickeln Spider-Man in diese Story, in der nichts ist, wie es scheint, die Grenzen zwischen Leben und Tod völlig aufgeweicht werden und Wunder geschehen.

So trifft Spider-Man auf Onkel Ben und ob es wirklich DER Onkel Ben ist, nur eine Reflektion seiner Seele oder ob sich dies nur in Spider-Mans Vorstellung abspielt, wird nie wirklich geklärt, so dass es uns überlassen bleibt, die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.

Ein Mann kehrt von den Toten zurück (und keine Angst, es handelt sich definitiv um keine Zombie Story) und lebt bar jeder Vernunft weiter. Das Abenteuer führt Spider-Man u.a. zu den Santerians, jenem Latino Superheldenteam, das einst für Daredevil: Father von Joe Quesada erdacht wurde und seitdem in der Versenkung verschwunden war. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Spider-Man und den Santerians basieren auch nicht auf dem klassischen und fast schon abgedroschenen Klischee des Missverständnisses, sondern vielmehr auf den unterschiedlichen Kulturen und dem, was auf der Basis der Kulturen mit Glauben verbunden wird.

Natürlich kann solch eine Story nicht weltlich aufgelöst werden, aber der Ansatz, den Molina bietet, überlässt dem Leser viel Interpretationsspielraum, der sich allein schon in den Meinungsverschiedenheiten zwischen Spider-Man und den Santerians widerspiegelt. Es ist dann eigentlich auch gleichgültig, welchem Weg der Leser folgt. wichtiger ist es, sich mit dieser außergewöhnlichen Story auseinanderzusetzen. Dies tut dann schließlich auch Peter Parker auf den letzten Seiten, der die Beichte aufsucht und so den Leser mahnt, nicht zu schnell mit dieser Story abzuschließen.

Doch nicht nur der Plot ist außerhalb der regulären Superheldennorm, sondern auch Bianchi weiß mit einer verblüffenden Panelarchitektur zu begeistern. Die Anordnung der Panels wechselt regelmäßig und fordert die Aufmerksamkeit des Lesers heraus. Bianchis Strich ist gewohnt dynamisch, besonders Spider-Man scheint immer in Bewegung.

Der vorliegende Band sticht den aktuellen Spider-Man Run in der Heftchenserie definitiv aus und gibt mir den Glauben wieder, dass es durchaus noch gute Spider-Man Stories zu erzählen gibt.

Neben der regulären Ausgabe hat Panini auch ein Hardcover (rechte Abbildung) veröffentlicht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s