isoundwords # 38: Die Eine über Geschenketipps zu Weihnachten 2016

Als ich diese Kolumne schreibe, wurde Uli Hoeneß erneut zum Präsidenten des FC Bayern München wiedergewählt. Dies mag hier und da umstritten sein, aber meiner Meinung nach hat er finanziell wie ideell seine Schuld an der Gesellschaft bezahlt und hat damit seine zweite Chance verdient.

Gleichzeitig muss ich mich entschuldigen, dass diese Kolumne verspätet an den Start geht. Leider war es mir aus privaten wie beruflichen Gründen nicht möglich, pünktlich zu sein.

Doch nun zum eigentlichen Thema:

Traditionell ist der Black Friday der offizielle Start des Weihnachtsgeschäfts. Und schon geht oft das Rätselraten los, was man seinen Liebsten und Lieben unter den Weihnachtsbaum legen möchte. Wer dabei an einen Comic denkt, ist herzlich eingeladen, hier einen Blick zu riskieren und sich inspirieren zu lassen.

Wie auch letztes Jahr bemühe ich mich, durch die Verlagslandschaft sowie die unterschiedlichen Genres zu reisen und auch den schmalen wie den üppigeren Geldbeutel zu bedenken.

Alan Moores Opus Magnum, die Watchmen, zählt zu meinen traditionellen Tipps. Moores apokalyptische Story vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in den 80er Jahren zählt zu den Sternstunden des Superheldengenres. Natürlich gilt hier die Einschränkung, dass ein ungeübter Superheldenleser aufgrund der zahlreichen Erzählebenen überfordert sein dürfte und der geübte Superheldenleser die 12teilige Maxiserie wohl längst im heimischen Regal stehen haben wird.

Ewiger Himmel, David Bollers lesenswerte Autobiografie, zählt ebenso zu meinen traditionellen Empfehlungen. Sie handelt von Davids Zeit an der berühmten Joe Kubert School, wie er im hart umkämpften Comic Business Fuß fasst, die Liebe seines Lebens kennenlernt und schließlich in die Schweiz zurückkehrt, bevor ihn der US-Markt leer konsumiert und er eventuelle sogar nicht das tun könnte, was er mittlerweile so wunderbar macht: Eigene Comics. Die Autobiografie ist in Davids Verlag, Virtual Graphics, erschienen und kostet 22 €.

Bleiben wir doch gleich bei David Boller. Gemeinsam mit Nicolas Meylaender hat er eine lesens- wie sehenswerte Comicversion von Schillers Tell erschaffen. Was an diesem Comic im Albumformat so überzeugt, ist neben den unglaublich detaillierten Zeichnungen die Tatsache, dass es Meylaender gelungen ist, die historischen Fakten darzustellen und gleichzeitig die doch etwas sperrige Vorlage Schillers zu glätten. Die Legende von Wilhelm Tell wird ab nächste Woche erhältlich sein und 14,95 € kosten. 

Bleiben wir bei Historischem. Ein Comic, der mir wie kaum ein anderer unter die Haut ging, war tatsächlich Großväterland aus dem Hause Panini. Zeitzeugen des 2. Weltkriegs berichten von ihren Erlebnissen als Soldaten und hinterlassen so ihr Vermächtnis. Der Band kostet 16,99 €.

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich eine Schwäche für Autobiografisches habe. Drei Steine von Nils Oskamp handelt davon, wie sich Nils in seiner Schulzeit mit Neonazis auseinandersetzen und dabei beinahe den höchsten Preis zahlen muss. Für mich die wohl wichtigste Publikation in 2016! Den Band gibt es für 19,99 €.

Da angesichts der menschlichen Tragödien, die sich im Zuge der Flüchtlingswellen noch immer auf dem Mittelmeer ereignen, empfehle ich auch weiterhin Der Traum von Olympia von Reinhard Kleist. Dieser Band kostet 17,90 €.

Ein Titel, der Anspruch und Unterhaltung wunderbar verbindet, ist Die alten Knacker aus dem Hause Splitter. Antoine, Emile und Pierre sind zwar alte Knacker, aber gehören deswegen nicht zwangsläufig zum alten Eisen. Bisher sind 3 Bände erschienen (6 werden es wohl werden). Band # 1 und # 2 kosten je 14,80 €; Band # 3 15,80 €.

Horror vom Feinsten mit ironisch-zynischem Einschlag bietet Malcolm Max. Mit den ersten 3 Teilen ist auch der erste Zyklus abgeschlossen. Band # 1 kostet 15,80 €, Band # 2 und # 3 je 14,80 €. Es gibt aber auch die 10 Jahre Splitter Jubiläumsversion zu 44,80 €.

Wer eine gute SciFi Serie sucht, ist mit Descender aus dem Hause Splitter gut beraten. Roboter haben den humanoiden Anteil in der Galaxis reduziert und wirken auch weiterhin als Drohkulisse. Jeff Lemire und Dustin Nguyen stellen einen Roboter in den Vordergrund, der selbst ums Überleben kämpft und dabei nur allzu menschlich wirkt. Band # 1 kostet 22,80 €, Band # 2 gibt es für 19,80 €.

SciFi und gleichzeitig Unterhaltung pur bieten die Chrononauts. Corbin Quinn und Danny Reilly reisen in einer Story von Mark Millar durch die Zeit, benehmen sich wie Rockstars und erkennen schließlich, dass sie ihren Mist besser wieder aufräumen. Der Panini Band kostet 16,99 €.

Der zweite Millar Band, der mich im ablaufenden Jahr gut unterhalten hat, ist MPH, die erwachsene Version von Flash. Auch dieser Band kostet 16,99 €.

Mehr und mehr Spaß habe ich an dem Albensegment von Panini. Einen Einstand nach Maß hat Michael Vogt mit Mark Brandis, einer deutschen SciFi Serie, hingelegt. Band # 1 kostet 16,99 €; Band # 2 ist für Oktober 2017 angekündigt.

James Bond funktioniert nur im Kino? Nö, spätestens seit James Bond: VARGR ist diese These längst Wissen von gestern. Der Band, bei Splitter erschienen, kostet 19,80 €.

Spannung um einen Kopfgeldjäger bietet der bei dani books erschienene Titel John Tiffany. Desberg legt einmal mehr eine ausgeklügelte Story vor. Hier gilt nur die Einschränkung, dass sich der Verlag bei allem Verständnis für die limitierten Möglichkeiten eines Kleinverlags mit der Fortsetzung zu viel Zeit lässt. Band # 1 kostet 14,99 €. An dieser Stelle lohnt es sich den Kommentar von Jano, dem Eigner von dani books, zu lesen, der mein harsches Urteil völlig zurecht stark relativiert. Allerdings könnte man unter diesen Umständen auch auf die Idee kommen, den Titel gänzlich aus den Empfehlungen zu streichen. Ich lasse ihn deswegen drin, weil er am Ende des Tages ein guter Comic bleibt.

Ich bezeichne mich selbst augenzwinkernd gern als Relikt des Kalten Krieges und meine, dass ich in der Zeit aufgewachsen bin und auch zwangsläufig ein wenig geprägt wurde. Vielleicht kommt daher Red Skin bei mir so gut an. Der Titel bietet Unterhaltung pur und macht unglaublich Spaß, weil er sich der Epoche ebenso augenzwinkernd nähert. Band # 2 ist für Februar angekündigt. Auch so kann man es machen (siehe letzter Absatz).

Zu Vater und Sohn von e.o. Plauen hatte ich schon immer ein besonderes Verhältnis. Da ist es wohl verständlich, dass ich mich dem Titel Die neuen Geschichten von Vater und Sohn zunächst mit spitzen Fingern genähert habe. Dieser selbst auferlegten Vorsicht ist aber schnell Begeisterung gewichen. In diesen Tagen ist bereits Band # 2 erschienen; die Bände gibt es für jeweils 14,99 €.

Ja, lebt denn der Western Mythos noch? Na klar, er lebt noch. Hierfür sorgt der Dauerbrenner Durango, der bei Splitter eine neue Heimat gefunden hat. Ausgabe # 17 hat voll überzeugt. Ab Januar legt Splitter noch eine Gesamtausgabe nach. Der Band kostet 14,80 €.

Und dann haben wir da noch den Dauerbrenner Lucky Luke. Matthieu Bonhomme hat eine Hommage vorgelegt, der auch die nicht eingefleischten Fans des Mannes, der schneller zieht als sein Schatten, überzeugen sollte. Der Band, der den Titel Der Mann, der Lucky Luke erschoss: Hommage 1 trägt, kostet 15,00 €.

Der Zwerchfell Verlag hat auf angenehme Art und Weise in 2016 gezeigt, wo der Barthel den Most holt und wunderbare Titel vorgelegt, die es verdient haben, hier aufgenommen zu werden.

Da wäre zunächst Die Verwerfung von Lukas Kummer. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Jakob und Johanna, die sich durch die Irrungen und Wirrungen des 30jährigen Krieges quälen. Der Titel ist alles Andere als leichte Kost, kann er aber angesichts der Thematik auch nicht sein. Der Band kostet 20,00 €.

Einen feinen SciFi Titel hat Moritz von Wolzogen mit Totality: Fliegende Schatten vorgelegt. Der Band kostet 12,99 €.

Persönlich besonders angesprochen hat mich Mein Papa ist ein Ork von Rudy Eizenhöfer. Für nur 9,90 € (!) gibt es eine wunderbar illustrierte Story, die der erste „Comic“ sein wird, den ich unserem Sohn mal zeigen werde, auch wenn Rudys feines Werk eher ein illustriertes Kinderbuch ist. Darauf freue ich mich wie Bolle!

Das war dann auch schon mein Ritt  durch die bunten und schwarz-weißen Bilderheftchen. Wie immer gilt an dieser Stelle – wenn nur einer fündig geworden ist, hat sich der aufwand für diese Kolumne schon gelohnt. Ich habe mich bemüht, die empfohlenen Titel mit Links zu Rezensionen zu versehen. Hier lohnt es sich, ab und an nochmal vorbeizuschauen. Ich aktualisiere beinahe täglich und vielleicht kann ich hier und da noch nachlegen. Ich werde dies in den Kommentaren entsprechend nachreichen und pflegen.

Einen Lesetipp gibt es diesen Monat nicht, da alle vorgestellten Titel auch Lesetipps sind. Stattdessen lehne ich mich etwas aus dem Fenster und rege an, die Comics beim Händler vor Ort zu kaufen. Die meisten Comicshops machen einen guten Job und verdienen daher jeden Euro Umsatz.

Als Musikgruß gibt es ein Weihnachtslied. Viel Spaß mit Thank god it’s Christmas von Queen.

Die nächste isoundwords erscheint am 30. Dezember und wird den Titel tragen: Die Eine über den obligatorischen Jahresrückblick auf 2016 und -ausblick auf 2017.

Bis dahin: Lest mehr Comics.

Bleibt mir noch Euch, Euren Liebsten und Lieben eine tolle Adventszeit sowie Frohe Weihnachten zu wünschen!

 

 

 

 

 

 

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20 Gedanken zu “isoundwords # 38: Die Eine über Geschenketipps zu Weihnachten 2016

  1. Sorry, aber das Genöle über die lahme Veröffentlichungsweise der Fortsetzungen kann ich bei fast allen Reihen nachvollziehen, aber sicherlich nicht bei JT. 8) Es GIBT in Frankreich schlicht kein weiteres Material nach Band zwei und ob man jetzt ein offenes Ende nach Band eins oder nach Band zwei hat, ist doch letztlich wurscht. 😉 Wenn zwischen Band eins und zwei zwei Jahre liegen und es dann bis zu dem bislang noch nicht existierenden Band drei noch mal drei oder vier Jahre dauert, kommt’s doch aufs selbe raus, als wenn der zweite (mit ebenfalls offenem Ende) bereits nach einem Jahr auf Deutsch erschienen wäre und man dann halt vier oder fünf Jahre warten muss, bis es weitergeht.

    Das hat auch in dem Fall rein gar nichts mit eingeschränkten Kleinverlagsmöglichkeiten zu tun, aber wenn ich nicht weiß, ob die Reihe jemals abgeschlossen wird, warum soll ich dann einen genauso unabgeschlossenen Band zwei zeitnah hinterherwerfen? Das ist doch für die Leser auch nicht toller. 😉 Falls sich jetzt in Frankreich ergibt, dass es schlicht nicht weitergeht (weil Dan Panosian zu sehr mit seinen eigenen Image-Projekten beschäftigt ist), brauch ich den Lesern doch nicht noch mal 15 Euro abzuknöpfen, nur damit sie dann die Story trotzdem nicht fertig lesen können. Ist ja nicht so, dass ich’s nicht bringe, weil ich keine Lust oder kein Geld habe … Material, das schlicht nicht existiert, lässt sich halt schlecht bringen. 😀

    Jedenfalls werde ich keine Fortsetzung bringen, bevor nicht final geklärt ist, ob es überhaupt noch die Bände drei und vier geben wird und dann entsprechend eine abgeschlossene Handlung vorliegt. Beim Erscheinen von Band eins war diese Situation noch nicht gegeben, sonst hätte ich bereits mit dessen Veröffentlichung gewartet, bis da was klar ist (ähnlicher Mist hat sich ja bei Rat Queens ergeben). Fakt ist jedenfalls, dass Band drei, der in Frankreich bereits letzten Herbst hätte kommen sollen, weder letztes noch dieses Jahr erschienen ist und mir bei Lombard auch niemand sagen kann, wann und ob der kommen wird. Panosian selbst reagiert auf entsprechende Fragen auch nicht mehr, sodass ich dazu schlicht nichts sagen kann, weil ich’s nicht weiß.

    Freut mich aber jedenfalls, dass dir Band eins gefallen hat … Hat er mir auch, weshalb ich auch wie von mir ursprünglich geplant jedes halbe Jahr ein Album gebracht hätte … WENN es denn das Material gegeben hätte. Dann wäre nämlich der vierte parallel zur französischen Ausgabe diesen Herbst gekommen. Aber ohne französische keine deutsche Ausgabe. 8)

    • Vielen Dank für den schnellen und erschöpfenden Kommentar, die meine Kritik relativiert, so dass ich mich da auch gerne selbst relativiere. Ob man nun gleich von „Genöle“ reden muss, sei mal dahingestellt. Wenn ich denn so eine Kritik anbringe, schieße ich nicht völlig aus der Hüfte und habe mich mit jemandem unterhalten, der als Händler selbst auf die Fortsetzung wartet. Ich denke, ihm war auch nicht klar, dass es mit der Fortsetzung an Original Material klemmt. Wenn es denn mit Panosian so schwierig ist, könnte man halt auch schweren Herzens über einen Zeichnerwechsel nachdenken, aber es ist natürlich nicht Unser, dies zu entscheiden. Auch die vertragliche Konstellation könnte da ja eine Rolle spielen.
      Da bleibt uns nur das berühmte Abwarten und Tee trinken.

  2. Wieder schöne Zusammenstellung an lesenswerten Comics. Auch das Augenmerk auf die hessische Comicszene ist löblich. Da hätte ich persönlich noch Nic Klein zu ergänzen. Der hessische Zeichner hat in den USA gemeinsam mit Autor Ivan Brandon mit den Titeln VIKINGS und DRIFTER bereits eigene Reihen am Start, die hierzulande bei Cross Cult herausgebracht werden. Aber auch das bleibt letztlich Geschmackssache …

    „Persönlich besonders angesprochen hat mich Mein Papa ist ein Ork von Rudy Eizenhöfer. Für nur 9,90 € (!) gibt es eine wunderbar illustrierte Story, die der erste Comic sein wird, den ich unserem Sohn mal zeigen werde. Darauf freue ich mich wie Bolle!“
    Ich bin ebenfalls für die kindliche Früherziehung was Comics angeht. MEIN PAPA IST EIN ORK ist sicherlich eine gute Wahl, um den Nachwuchs mit dem Genre Fantasy in Berührung kommen zu lassen, allerdings ist dieses Buch kein Comic, sondern eben ein Kinderbuch. Der Unterschied sollte bekannt sein. Auch wenn Rudy bereits Comics gestaltet hat, ist MEIN PAPA IST EIN ORK nicht automatisch eins …

    • Danke für den Kommentar. Nicht umsonst spreche ich von dieser Kolumne, die thematisch ja schon eine kleine Tradition hat, von der aufwändigsten im Jahr. Ich rekapituliere, wäge ab und entscheide dann, welche Titel reinkommen und welche nicht. Auch die Verlinkungen zu den Rezensionen fressen viel Zeit; sogar mehr als ich dann jeweils wahrhaben will. Richtig, Rudys feines Werk ist nicht zwangsläufig ein Comic. Ich denke aber, dies geht spätestens aus der Rezension hervor, auf die ich verlinkt habe.

    • „Richtig, Rudys feines Werk ist nicht zwangsläufig ein Comic.“
      Danke für die Relativierung, auch wenn sie nur halbherzig daherkommt. MEIN PAPA IST EIN ORK ist KEIN Comic, sondern in Kinderbuch, das ist nun einmal etwas Anderes. Im eigentlichen Beitrag bleibt die falsche Aussage unverändert stehen und schickt den Leser auf eine falsche Fährte.
      Das gilt im Übrigen auch für die Relativierung gegenüber dani books … auch die findet nur in den Kommentaren statt, im Beitrag selbst bleibt das „Genöle“ bestehen. Nicht jeder Leser liest die Kommentare.

      • Mit den erfolgten Ergänzungen sollte im Rahmen einer friedlichen Vorweihnachtszeit nunmehr jeder leben können. Ganz zufrieden bin ich bei John Tiffany noch nicht, aber jede weitere Diskussion ist hier thematisch unangebracht und würde vom eigentlichen Sinn dieser Kolumne zu weit wegführen.

      • „…, aber jede weitere Diskussion ist hier thematisch unangebracht und würde vom eigentlichen Sinn dieser Kolumne zu weit wegführen.“
        Das ist ein beliebtes Totschlagargument von Ihnen. Dieses verwenden Sie immer wieder. Was ist denn der Sinn der Kolumne? Ich verstehe den Sinn darin, Empfehlungen zu geben. Dem habe ich mich mit einer weiteren Empfehlung angeschlossen. Der von Ihnen im Beitrag angebrachte hier bereits als „Genöle“ bezeichnete Unterton passt meiner Meinung nach nicht zu der von Ihnen gewünschten friedlichen Weihnachtszeit. Eine Empfehlung eines Kinderbuchs finde ich zur Vorweihnachtszeit sogar sehr passend, es als Comic verkaufen zu wollen, jedoch nicht.

        „Mit den erfolgten Ergänzungen sollte im Rahmen einer friedlichen Vorweihnachtszeit nunmehr jeder leben können.“
        Nein, es sei denn, man will es sich so einfach, wie möglich machen. Ich befürchte, Sie missverstehen den Sinn einer Korrektur. Auch wenn Sie auf die Stellungnahme seitens dani books hinweisen, die deutlich macht, dass Ihre Einschätzung falsch war, bleibt Ihre unangebrachte Kritik dennoch dort stehen. Gleiches gilt für die Umdeutung von Rudys Kinderbuch in einen Comic. Die Anführungszeichen korrigieren das nicht. In ihrer Rezension beschreiben Sie selbst, dass es sich um ein Kinderbuch handelt… Warum ist es hier jetzt ein Comic, auch wenn es nun nur noch ein „Comic“ ist? Es macht eher den Eindruck, als wollten Sie erneut (und bestimmt nicht im Sinne einer friedlichen Vorweihnachtszeit – was jedoch nur Spekulation ist) darauf bestehen, dass Sie doch irgendwie Recht hatten. Das ist nun einmal in beiden Fällen nicht so. Eine Anerkennung Ihrer Fehler und eine damit verbundene RICHTIGE Korrektur sähe anders aus.

  3. Die Diskussion zu John Tiffany werde ich im Jahresrückblick neu aufgreifen. Da gehört sie für mich nämlich hin. Aufgrund der Darstellung von dani books müsste ich konsequenterweise den Titel sogar aus den Empfehlungen nehmen. Ich kann ja guten Gewissens keinen Titel empfehlen, dessen Fortsetzung so ungewiss ist.
    Der zweite Vorwurf perlt ab. Schließlich habe ich hier doch wie folgt ergänzt: „auch wenn Rudys feines Werk eher ein illustriertes Kinderbuch ist.“ Bitte den Satz auch zu Ende lesen und nicht gleich auf der Tastatur abglühen. Danke sehr!

  4. Danke für die wie immer freundliche Unterstellung… Warum werden Sie eigentlich immer pampig, wenn Sie kritisiert werden? Ich gehe davon aus, dass ich sachlich geblieben bin.
    Zu Ende gelesen stimmt der Satz aber leider trotzdem noch nicht. Auch hier ein Danke dafür, dass Sie mich nochmal darauf hinweisen. Es handelt sich bei MEIN VATER IST EIN ORK nicht um ein Comic, auch nicht in Anführungszeichen. Es ist auch nicht „eher ein illustriertes Kinderbuch“, es IST ein Kinderbuch und nichts anderes. Ich verstehe hier die Relativierung nicht. Als müssten Sie rechtfertigen, dass Sie ein Kinderbuch in einem Blog über Comics empfehlen.

  5. Nö, bin fern davon, pampig zu sein. Das überlasse ich anderen. Zum „sachlich geblieben“ zitiere ich mal einen ehemaligen Chef von mir: „Die einen sagen so, die anderen sagen so.“ Wenn Du die Relativierung nicht verstehst, kann ich Dir ab einem gewissen Punkt leider und zu meinem Bedauern auch nicht mehr helfen.

  6. Danke, dass SIE sachlich geblieben sind. Sie sind hier der einzige, der sich im Ton vergreift, wenn keine Argumente mehr einfallen. Für das „… die anderen sagen so“ würde ich ansonsten gerne mal ein Beispiel aus dieser Konversation genannt bekommen.
    Ansonsten bleibe ich dabei: Entweder möchte man Kritik bekommen und ist auch bereit, diese anzunehmen, oder eben nicht. Sie haben sich offenbar dagegen entschieden, wie von Ihnen in dieser Konversation wieder einmal eindrucksvoll demonstriert wird.

  7. Bitte, bleibe gerne sachlich. Und wieder ein klares „Nö“. Nehme Kritik gerne an und setzte mich auch inhaltlich mit ihr auseinander. Wenn dem nicht so wäre, hätte ich andere Möglichkeiten, mit solchen Kommentaren umzugehen oder würde tatsächlich pampig bzw. unangemessen reagieren.

  8. „Und wieder ein klares ‚Nö‘. Nehme Kritik gerne an und setzte mich auch inhaltlich mit ihr auseinander.“

    Das schreiben Sie scheinbar völlig ohne jegliche Reflektion. Dabei wäre das ganz einfach: Sie müssten lediglich Ihre letzten Kommentare durchlesen um diese Aussage selbst widerlegen zu können. Ich find es fast schon amüsant, wie Sie sich immer wieder selbst widersprechen – und das innerhalb einer (!) Konversation – aber eben nur fast, denn eigentlich ist so etwas traurig. Wenn Sie das weiterhin an sich abperlen lassen = leugnen wollen, ist das Ihr Ding. Die Besucher Ihres Blogs, die hier und bei anderen Beiträgen die Kommentare lesen, können sich da zum Glück ihr eigenes Bild machen. Da hat sich ja mittlerweile eine recht aussagekräftige Dokumentation angesammelt. Auf meine Frage nach einem Beispiel für meine Unsachlichkeit hatten Sie jedenfalls keine Antwort, stattdessen gibt’s die schon altbekannten Rechtfertigungsversuche.

    „Wenn dem nicht so wäre, hätte ich andere Möglichkeiten, mit solchen Kommentaren umzugehen oder würde tatsächlich pampig bzw. unangemessen reagieren.“

    Was in der Vergangenheit ja auch schon oft genug passiert ist, stimmt’s?

    Ihre Antwort „Bitte, bleibe gerne sachlich. „ auf meinen Kommentar „Danke, dass SIE sachlich geblieben sind.“ ist zwar nett, allerdings unnötig, da ich die Aussage ironisch meinte. Aber Ironie erkennen Sie offensichtlich auch nicht …
    Ansonsten ist die Diskussion für mich an dieser Stelle wieder einmal beendet, da ich das Gefühl habe, doch wieder nur gegen eine Wand zu laufen, die sowieso nur alles an sich abperlen lassen will.

  9. Selten so viel Blödsinn gelesen. Wer Deine sog. Kommentare aufmerksam liest, bemerkt leicht den permanent immanent aggressiven Unterton, der nur eine gewisse Sachlichkeit vortäuscht. Diese Kommentare weisen eine Scheinsachlichkeit aus und sind im Grunde nur Deine persönliche Vendetta.
    Die Ironie ist mir natürlich nicht entgangen. Muss ich darauf eingehen? Nö, muss ich nicht. dafür war mir diese Form der Ironie zu durchsichtig. Natürlich kann sich jeder ein Bild machen, von dem, was hier ausgetauscht wird. Die meisten werden erkennen, wer oder was ein Troll ist.

  10. „Wer Deine sog. Kommentare aufmerksam liest, bemerkt leicht den permanent immanent aggressiven Unterton, der nur eine gewisse Sachlichkeit vortäuscht.“

    Ich gehe davon aus, dass mit „sog.“ Das Wort ‚sogenannten‘ gemeint ist? Da fängt’s leider schon wieder an: Warum „sogenannt“?! Ich nutze die Kommentarfunktion in einem Blog um auf offensichtliche Fehler hinzuweisen, denn auch dazu ist diese Funktion da. Also hinterlasse ich (wie auch immer in Ihren Augen geartete) Kommentare, die nicht so genannt werden müssen, weil es welche sind. Das ist die gleiche Art von Relativierung, wie die oben bereits bemängelte … Allerdings ergibt diese Relativierung in beiden Fällen nicht den geringsten Sinn.
    Nochmal: Wenn es sich um ein offensichtliches Kinderbuch handelt, ist das doch ein Fakt, der nicht relativiert werden muss. Dann ist es kein „‘Comic‘“, auch nicht in Anführungszeichen. Die Ergänzung „eher ein illustriertes Kinderbuch“ entwertet das Kinderbuch dann sogar in gewisser Weise, auch wenn ich nicht vermute, dass Sie diese Entwertung im Sinn hatten.
    Da Sie laut eigener Aussage die ganze Zeit sachlich geblieben sind, muss ich den Satz „Wenn Du die Relativierung nicht verstehst, kann ich Dir ab einem gewissen Punkt leider und zu meinem Bedauern auch nicht mehr helfen.“ letztlich auf die Goldwaage legen und daraus schließen, dass Ihnen tatsächlich keine plausible Erklärung für Ihre Relativierung eingefallen ist und Sie somit Ihren Fehler anerkennen. Das wäre doch schon mal was… Der aufrichtige Umgang damit wäre dann eben noch die endgültige Korrektur, um die Sie sich die ganze Zeit – aus welchen Gründen auch immer – zu drücken versuchen. Eine Vermutung dazu hatte ich schon weiter oben. Anders sieht es allerdings aus, wenn Sie den Satz doch als unsachliche Bemerkung gemeint hätten… Dann wäre es allerdings an mir, Ihnen einen aggressiven Unterton zu unterstellen.
    Um Feedback und Diskussion haben Sie selbst irgendwann mal gebeten, aber manchmal hat es den Anschein, Sie müssten daran immer mal wieder erinnert werden. Ich nehme ich mir aus dieser Forderung heraus auch die Freiheit, dieses Feedback zu geben. Immerhin habe ich in meinem ersten Beitrag auch Lob für die Zusammenstellung gegeben und den Beitrag um einen weiteren Comic-Tipp ergänzt. Dass das nicht ganz zu der von Ihnen erneut vermuteten Vendetta passt, dürfte Ihnen eigentlich auffallen. Allerdings kann ich den Vorwurf genauso gut umdrehen, indem ich vermute, dass Sie bei meinen Kommentaren lediglich den aggressiven Unterton lesen (wollen) und deswegen eben doch irgendwann pampig werden, egal, wie sachlich ich bleibe. Ob dieser aggressive Unterton wirklich da ist, mag jeder, der die Kommentare liest, selbst entscheiden, für meine angebliche Unsachlichkeit – oder wie Sie es nennen „Scheinsachlichkeit“ – gab es jedoch nach erneuter Nachfrage immer noch kein plausibles Beispiel. Da erklärt sich doch gleich vieles von selbst, zumindest sehe ich das so. Auf Nachfragen gibt’s keine Antworten, sondern Unterstellungen – und das ist immer wieder der Fall. Wenn mein Antrieb eine „Vendetta“ wäre, würde ich mich bestimmt nicht inhaltlich mit Ihrem Blog auseinander setzen und Sie auch noch auf offensichtliche Fehler hinzuweisen. Die machen Sie aber nun einmal recht häufig und ich finde, dass man darauf auch hinweisen dürfen muss – erst recht, wenn Sie das selbst fordern. Eine Korrektur sollte dann nicht gefordert werden müssen, sondern selbstverständlich sein. Immerhin verfolgen Sie mit ihrem Blog doch das Ziel, neue Leser für Comics zu begeistern. Da sollte doch der Anspruch da sein, dies nach bestem Wissen zu tun. Das gelingt nicht immer. Wenn man dann schon auf Fehler hingewiesen wird, sollte man zumindest das Gewissen walten lassen. Sie machen es sich mit Ihrer wiederholten Unterstellung der „Vendetta“ dann doch etwas einfacher. „kann man so machen, ist dann aber …“ Denn Vorsicht, das grenzt irgendwann an Verleumdung. Das alles, weil Sie sich nicht vernünftig mit Ihren (ich wiederhole IHREN) Fehlern auseinander setzen (wollen)?!
    An der Stelle kann ich mich leider nur wiederholen: Es steht alles da (sofern es noch da steht und nicht von Ihnen gelöscht wurde, was schon vorkam). Jeder kann sich selbst ein Bild über Ihre Kommentarkultur machen. Leider spiegelt sich das oben erwähnte „Genöle“ (das habe ich übrigens ebenso als solches aufgefasst) eben auch in Ihrer Reaktion auf Kommentare wieder. Sie kennen die Phrase vermutlich besser als ich: „Wie man in den Wald hineinruft…“. Dabei unterstellen ausgerechnet Sie mir immer wieder einen aggressiven Unterton? Einer von uns beiden hat offensichtlich ein Problem mit der Selbstwahrnehmung…

    „Selten so viel Blödsinn gelesen.“

    Denn das verstehe ich als Unsachlichkeit mit Grenze zur Beleidigung. Also nehme ich mir das nun auch einmal heraus und antworte: Dann lesen Sie doch bitte einmal die Beiträge Ihres Blogs!

  11. Das ist schade – auf so vielen Ebenen. Die Kolumne mit dem Jahresrückblick, in welcher Sie die Diskussion um „John Tiffany“ aufgreifen wollten (weil diese laut Ihrer Meinung da hingehörte), ist bislang leider nicht erschienen. Es ist Februar und damit sind zwei Erscheinungstermine verstrichen. Dass jetzt der angekündigte Jahresrückblick doch noch folgt, wage ich vorsichtig zu bezweifeln, denn der nächste Termin ist dann kurz vor dem März, was für einen Jahresrückblick eigentlich zu spät ist.
    Warum ich das schade finde:
    Zum einen ist eine Ankündigung gemacht worden, die nicht eingehalten wurde. Das kann natürlich mal passieren, weil es immer wieder zu unerwarteten Ereignissen kommen kann, die eine solche Planung nicht berücksichtigt. Auffällig ist in diesem Blog hier allerdings die Häufigkeit nicht eingehaltener Ankündigungen. Im Endeffekt ist es nur eine weitere Chance, die Sie verstreichen lassen, um Ihre Unglaubwürdigkeit zu widerlegen. Leider gibt es hier im Blog keinerlei Hinweise auf die ausbleibende(n) Kolumne(n), was noch nachvollziehbar wäre, wenn seit Dezember letzten Jahres hier absolute Funkstille geherrscht hätte – was jedoch nicht der Fall ist.
    Des Weiteren war ich gespannt, ob Sie es tatsächlich hinbekommen, sich aufrichtig mit der hier angebrachten Kritik auseinander zu setzen. Da die Kolumne nicht erschienen ist, muss ich wohl davon ausgehen, dass das leider nicht so ist. Allerdings muss ich mir auch eingestehen, dass meine Erwartungen an Sie da offensichtlich zu hoch waren. Warum sollte, wenn Sie diese aufrichtige Auseinandersetzung mit Kritik bereits in Kommentaren vermeiden, die möglicherweise von den meisten Lesern Ihres Blogs überhaupt nicht wahrgenommen werden, es in einem Hauptbeitrag plötzlich anders sein? So ist es nun doch nur eine Bestätigung der Kommentarkultur, die ich Ihnen von Anfang an unterstellt habe. Ein halbherziger Umgang mit Kommentaren, der sich dadurch auszeichnet, dass Sie auf explizite Nachfragen nur höchst selektiv eingehen, ist ebenso zu kritisieren, wie Ihre Beiträge selbst.

    • Bis auf den einmal mehr überzogenen Ton teile ich Deine Meinung nahezu zu 100%. Leider kamen mir die eigene Gesundheit, Krankheit in der Familie sowie berufliche wie auch familiäre Verpflichtungen immer wieder dazwischen. Um thematisch wie zeitlich wenigstens einigermaßen nachzukommen, wird es im Februar 2 Kolumnen geben.

  12. Vielen Dank für die Auskunft. „Leider kamen mir die eigene Gesundheit, Krankheit in der Familie sowie berufliche wie auch familiäre Verpflichtungen immer wieder dazwischen.“ Das sind absolut nachvollziehbare Gründe. Leider kommt diese Auskunft erst auf Nachfrage … und der Leser, der nur das Blog selbst liest, aber nicht die Kommentare, bleibt weiter im Ungewissen. Aber sei’s drum, das müssen Sie selbst wissen.

    Umso gespannter bin ich nach Ihrer Ankündigung nun auf die zwei Kolumnen im Februar (was sich durch ihren regulären Veröffentlichungstermin freitags nun noch spannender gestaltet, aber ich lasse mich überraschen).

    Überraschter als über Ihre Begründung bin ich über die nahezu 100%ige Zustimmung, das bin ich nicht gewohnt. Was ich hingegen gewohnt bin: So ganz ohne Unterstellung kommt diese Zustimmung dann aber doch nicht aus … „Bis auf den einmal mehr überzogenen Ton…“ Können Sie für diese Aussage bitte mal ein konkretes Beispiel zitieren?

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