Spider-Man: Miles Morales # 1: Ein neues Leben

SPIDER-MAN%3A+MILES+MORALES+1 SPIDER-MAN%3A+MILES+MORALES+1+VARIANT Mit dem folgenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Spider-Man # 1-5.

Im Rahmen der Secret Wars wurde das ultimative Universum vernichtet. Miles Morales wurde vom Molecule Man jedoch in das brandneue Marvel Universum transferiert. So konnten er und sein Umfeld überleben. Mit dem Einverständnis von Peter Parker, dem Original Spider-Man, darf Miles Morales auch weiterhin als „Spider-Man“ für Recht und Ordnung sorgen. Dies ist auch schon das komplette Vorwissen, das man als Leser dieses Bandes haben muss, um inhaltlich klarzukommen.

Was sofort und schon nach wenigen Seiten auffällt, ist, dass dieser Band mit seinem Gesamteindruck um ein Vielfaches besser ist als der aktuelle Spider-Man Run in den Heftchen.

Bendis tut das, was er so gut kann wie kaum ein anderer Autor. Er versetzt sich in seine Figuren und schreibt gnadenlos gute Dialoge. Hierzu zählt Spider-Man bzw. Miles, der an 2 Fronten zu kämpfen hat. Dies betrifft natürlich sein Wirken als Superheld sowie auch ihn als Miles. Seine Noten schwanken und sowohl seine Mutter, als auch seine Großmutter stellen ihn zur Rede. Dabei können wir uns herrlich über die völlig überzeichnete Großmutter amüsieren, die viel mehr Peitsche als Zuckerbrot gibt. Mir gefällt auch die Passage, in denen Spider-Man von seinen privaten Problemen so abgelenkt ist, dass er angreifbar wird.

Dies wird noch dadurch ergänzt, dass Ganke Miles‘ Vertrauen missbraucht. In diesem Zusammenhang bin ich mal gespannt, wie Bendis Goldballs noch in den Plot einbauen wird. Auch der Subplot um die Youtuberin, die sich mehr und mehr als Spider-Man Stalker herausstellt, verspricht noch so einiges. Dabei gefällt mir einmal mehr der Ansatz, dass Bendis auf ein soziales Netzwerk zurückgreift. Solche „Kleinigkeiten“ zeigen, dass Marvel in der Gegenwart angekommen ist.

So ganz allmählich finde ich Gefallen an Black Cat als neue Königin des Verbrechens. Das mag in dieser Story auch der Verdienst von Sara Pichelli sein. Ihr Artwork und insbesondere Mimik wie Körpersprache der Charaktere sind gnadenlos gut dargestellt. Doch bei der Black Cat setzt sie noch einen drauf. Ihr eiskalter Blick sowie ihre restliche Körpersprache lässt uns das Blut in den Adern gefrieren, so dass es schon fast schwerfällt, sich an die Zeiten zu erinnern, in denen sie zu den Guten gehörte.

Bendis versteht es also einmal mehr, eine griffige und spannende Story vorzulegen, was auch daran liegt, dass er auf mehrere Erzählebenen zurückgreift. Eigentlich möchte man auch aufgrund des Cliffhangers gleich weiterlesen.

Panini hat neben der regulären Ausgabe ein auf 222 Exemplare limitiertes Variant (rechte Abbildung) veröffentlicht.

 

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