Vision # 1: Eine (fast) normale Familie

VISION+1 VISION+1+VARIANT Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Vision # 1-6.

Dies ist definitiv keine Superheldenstory von der Stange! Der Band ist voller Überraschungen, Twists und unerwarteter Enthüllungen.

Doch schön der Reihe nach. Die Visions beziehen ihr Eigenheim in einer Kleinstadt im Staat Virginia unweit von Washington D.C., wo Vision neben seiner Tätigkeit als Avenger als Berater des Präsidenten arbeitet. Wie „normale“ Menschen auch, müssen sich die Visions erst einleben und zwar unabhängig davon, ob sie mit den Nachbarn klarkommen oder Viv und Vin, die beiden Kinder, an ihrer Schule Fuß fassen müssen.

Dieses Einleben und die damit verbundenen Schwierigkeiten finden natürlich auf einer anderen Ebene statt als bei normalen Menschen. Dies schildert Tom King so glaubhaft, dass man als Leser meinen könnte, dass er selbst ein Androide ist und vergleichbare Erfahrungen gemacht hat. All dies geschieht vor der Kulisse eines der typischen amerikanischen Suburbs, die schon so oft Stoff für Stories in allen erdenklichen Richtungen gegeben haben.

Natürlich merken wir schnell, dass das Idyll auf tönernen Füßen steht und nicht einmal Vision verhindern kann, dass diese tönernen Füße zunächst ganz allmählich bröckeln und schließlich brechen.

Als dann ein Mord geschieht, ist Vision folglich vor die Entscheidung gestellt, ob er die Wahrheit aufrollt oder ob er sich schützend vor seine Familie stellt. Insgesamt ist dieser Vision in einigen Passagen bzw. Charakterzügen an Dr. Manhattan (Watchmen) ausgerichtet.

Wenn wir dann die Ereignisse dieses Bandes scheinbar verdaut haben, packt King noch eine Riesenüberraschung drauf, indem er die Erzählstimme des Bandes enthüllt. Gleichzeitig wird nunmehr klar, warum sich Vision auch bei den Avengers so seltsam benimmt.

Und genau solche Stories machen ein schließlich ein Superhelden Universum aus. Sie passen sich wie ein Puzzle Teilchen in ein Gesamtbild ein, das so plötzlich erkennbar wird. Somit ist dann auch Vision ein Band, den man nach der Lektüre nicht einfach weglegt, sondern man atmet zunächst erst einmal tief durch und beginnt, den band noch einmal zu lesen oder wenigstens durchzublättern, um die versteckten Hinweise auf die Auflösung des Plots zu finden.

Gabriel Hernandez Walta legt ein Artwork, das eine wunderbare Symbiose mit dem Plot eingeht. Oft muss Walta die Mimik der Akteure konträr zur Handlung zeichnen, damit sie den Schein, der in der Idylle der Suburbs so wichtig ist, wahren.

Panini veröffentlicht diesen band kurz vor Weihnachten und leider kurz nach der Stoffsammlung für meine Kolumne, in der sich alles um Geschenketipps für Weihnachtsfest dreht. Wer einen Avengers Fan kennt und für ihn bzw. sie noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, liegt hier definitiv richtig.

Panini hat neben der regulären Ausgabe ein auf 222 Exemplare limitiertes Variant (rechte Abbildung) veröffentlicht.

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