Superman: An American Alien

SUPERMAN%3A+AMERICAN+ALIEN Mit diesem Band veröffentlicht Panini die komplette Miniserie Superman: An American Alien # 1-7.

Natürlich kennen wir Superman als Übermenschen, der allen Gefahren trotzt und dank seiner abnormen Kräfte alle Gegner über kurz oder lang besiegt. Ist er uns Menschen mal überdrüssig, zieht er sich in seine Festung der Einsamkeit zurück und erholt sich dort von uns.

Doch wie kam es dazu? Wie wurde aus Clark Kent aus Smallville / Kansas, der Superman, den wir heute kennen? Was prägte ihn? Was motivierte ihn?

Mit diesen Fragen befasst sich Max Landis in seiner sensationellen Miniserie, in der Clark Kent auf der Suche nach der eigenen Identität ist. Dabei unterscheidet er sich gar nicht mal so sehr von anderen jungen Menschen, die ihren Platz in der Gesellschaft und so ihre Bestimmung suchen. Die Tatsache, dass Clark über Superkräfte verfügt, erleichtert ihm nicht gerade eine Antwort auf eben diese Fragen und damit seine Bestimmung zu finden.

Dabei packt Landis ein Problem an der Wurzel, das mir über Jahre Superman verprellt hat. Er war mir zu perfekt, zu glatt, zu übermenschlich und damit langweilig geworden. Gut, mit den New 52 hatte hier schon ein Umdenken stattgefunden. Doch, was Landis in seiner Miniserie umsetzt, ist so geerdet und so rein, dass der Band nicht nur Spaß macht, sondern darüber hinaus ein Stück Comicgeschichte verkörpert. Der Titel „An American Alien“ mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen, aber tatsächlich trifft er den Nagel auf den Kopf. Natürlich ist Clark Kent von seinem sozialen Umfeld geprägt und so ein Stück Amerikaner, um gleichzeitig vom Green Lantern Corps zu erfahren, dass er Kryptonier ist.

Erst diese Erkenntis über seine außerirdischen Wurzeln verschafft ihm eine gewisse innere Ruhe, weil er so ein letztes passendes Mosaiksteinchen findet und in sein Eigenbild einpassen kann. Hierfür steht auch der ungemein intensiv geschriebene wie bebilderte Dialog zwischen ihm und seinem Kumpel Pete.

Hinzu kommen die Angst vor sich selbst, als er seine Kräfte entdeckt und dabei unbeabsichtigt das Leben seiner Mutter gefährdet sowie eine erste Heldentat, als er einen Mörder stellt, die Clark Kent menschlicher als je zuvor und menschlicher als so mancher Zeitgenosse erscheinen lassen.

Abgerundet wird die Story durch erste Aufeinandertreffen mit Lobo und insbesondere mit Batman. Gerade dieses Treffen ist einfach nur grandios erzählt, weil es mit 2 überraschenden Wendungen brilliert.

Selbst Comicfans, die sich nicht zu den Fans oder Stammlesern des Stählernen zählen, werden diesen Band definitiv mögen.

Superman: An American Alien, Panini, 188 Seiten, 19,99 €

 

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