Dr. Strange: Anfang und Ende

DOCTOR+STRANGE%3A+ANFANG+UND+ENDE DOCTOR+STRANGE%3A+ANFANG+UND+ENDE+HARDCOVER Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die komplette Miniserie Dr. Strange: Beginnings and Endings.

Längst ist es Usus geworden, dass von Zeit zu Zeit an der Origin eines Superhelden gedreht wird, d.h. neue Details hinzugefügt werden oder gar die komplette Origin „auf links“ gedreht wird. Joseph Michael Straczynski hat dies schon bei Spider-Man getan und hierfür teilweise herbe Kritik geerntet.

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isoundwords 25: Die eine über Comic Serien und Runs zum Niederknien

Als ich diese Kolumne schreibe, versuche ich eine Antwort von Bubi im Panini Forum zu verarbeiten (Wer es nachlesen möchte, ich beziehe mich auf die Posts # 530 und # 531). Nachdem Panini Sarah Glidden mit ihrem wunderbaren Titel Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger hierzulande bekanntgemacht hat, hat sich nun Reprodukt die Rechte an ihrem zweiten Werk gesichert, obwohl Panini schon mit Sarah und ihrer Agentin Kontakt und deutliches Interesse angemeldet hatte, als dieser Comic noch Projektstatus hatte. Leider wurden dann die Rechte unmittelbar vom Verlag, ohne Panini zu benachrichtigen, verkauft.

Klar, wenn man Comics zum Hobby hat, darf man nicht vergessen, dass sie auch Geschäft sind und muss sich wenigstens hin und wieder von jeder Romantik, die einem im Rahmen eines Hobbies ansonsten durchaus zusteht, befreien. Doch so einen Touch Anstand und Kollegialität darf man doch erwarten. Die Sache wäre eine völlig andere gewesen, wenn Panini bei oder in dem Fall vor der Lizensierung dankend abgewunken hätte, aber so oder so hätte Reprodukt ruhig mal zu dem sprechenden Knochen, gemeinhin als Telefon bekannt, greifen dürfen und sich bei Panini erkundigen können.

Ich bin diesmal deswegen geneigt, meine Faulheit zu überwinden und mir den Titel im Original zu holen.

Doch nun zum eigentlichen Thema:

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isoundwords # 19: Die eine über den Einfluss von Comicverfilmungen auf die Comics

Als ich diese Kolumne schreibe, wirken die schrecklichen Ereignisse aus Paris immer noch nach. Zu sehr vertiefen kann und möchte ich das Thema an dieser Stelle nicht, weil es einfach zu vielschichtig und tiefgreifend ist. Betonen möchte ich aber, dass Meinungsfreiheit eine Säule jeder gesunden Gesellschaft ist und dabei soll es auch bleiben.

Doch nun zum eigentlichen Thema:

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Before Watchmen # 8: Crimson Corsair

before-watchmen-curse-of-the-crimson-corsair-wein-higgins1Der vorliegende Band schließt das Projekt „Before Watchmen“ ab.

In dem fiktiven Watchmen Universum ist die Serie Crimson Corsair ein großer Erfolg. Rund 2 Seiten dieser Serie finden sich daher am Ende der Watchmen Ausgaben. Natürlich ist dies vergleichbar auch im Projekt „Before Watchmen“ geschehen. Mit diesem Band werden diese Anhänge „en bloque“ veröffentlicht.

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Before Watchmen: Nite Owl

   Der vierte Band der viel diskutierten und auch umstrittenen Reihe „Before Watchmen“ bringt die Talente von J. Michael Straczynski, Andy und Joe Kubert zusammen. Gemeinsam schildern sie, wie aus dem blassen und schüchternen Danny Dreiberg Nite Owl und somit der Nachfolger der ersten Nite Owl Hollis Mason wird.

Was an dieser vierteiligen Miniserie sofort auffällt, dass sie ungemein sensibel in das Gesamtwerk Watchmen wie auch Before Watchmen eingebettet ist. Sie ergänzt sich inhaltlich wunderbar mit den Minutemen, erzählt aber auch die Story um die in den Watchmen angedeutete Partnerschaft von Rorschach und Nite Owl wie auch die Story einer gewissen Dame, deren Identität Danny gegenüber Silk Spectre II nicht enthüllen möchte, als sie ihn auf ihr Foto anspricht.

Allein diese 3 Umstände zeigen, dass sich der Ausnahmeautor Joseph Michael Straczynski intensiv mit den Watchmen und dem Projekt Before Watchmen auseinandergesetzt hat und mit diesem Band auch zeigt, dass nicht nur Alan Moore die Watchmen Charaktere verinnerlicht hat und gute Stories über sie schreiben kann. Selbst Rorschach, der hier naturgegeben eher eine Nebenfigur ist, zeigt hier so viel mehr, was ihn ausmacht, als in seiner eigenen Miniserie von Brian Azzarello. Hinzu kommt noch die Andeutung über das Enthüllungsbuch, das Hollis Mason schreiben möchte.

Was ich vermisse, ist das doch zumindest in den Watchmen recht gute Verhältnis zwischen Mason und Dreiberg. Doch wahrscheinlich hätte dies Stracz zu weit von der Story weggeführt, die er eigentlich schreiben wollte und die richtig gut unterhält, auch wenn der letzte Teil vielleicht ein wenig abfällt. Es gibt allerdings durchaus Interaktion zwischen den Charakteren, aber JMS erzählt sie nicht mit der Tiefe, wie wir sie von den Wartchmen kennen. Er richtet sich vielmehr nach seinem Plot aus. Leider fehlt auch ein wenig das Vielschichtige, die unterschiedlichen Erzählebenen, die die Watchmen auszeichnen. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Immerhin gelingt der Rößlersprung zum Zeitgeschehen. Immer wieder wird Bezug auf die Rassenunruhen in Cleveland genommen, was darauf schließen lässt, dass die Handlung im Jahr 1968 stattfindet.

Dieser Band liefert uns noch einmal das Talent von Joe Kubert, der die Zeichnungen seines Sohnes teilweise schon im Krankenhaus geinkt hat. Es war ihm nicht mehr vergönnt, auch den letzten Teil zu tuschen.

Nite Owl ist mit Sicherheit als eine der besten Stories aus der Reihe „Before Watchmen“ zu nennen.